Newsletter November 2024

Monatlicher Newsletter der IG Architektur - November 2024

Monatlicher Newsletter der IG Architektur

November 2024
Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.

 

Inhalt

➔ Einladung


Einladung zur Christmas Bar

 

Am 4.12. lädt die IG Architektur zum Feiern ein.

Wie jedes Jahr findet im Anschluss der Vorstandssitzung im Dezember die Christmas Bar statt.

Herzliche Einladung zur Christmas Bar der IG Architektur in Wien
am 4. Dezember ab 19:30 Uhr.


Der Vorstand der IG Architektur lädt ganz herzlich zur Christmas Bar 2024 ein. Mit unseren Mitgliedern und Interessierten wollen wir gemeinsam feiern und das Jahr ausklingen lassen. Einander kennenlernen – und einen schönen, festlichen und angeregten Abend gemeinsam verbringen, darauf freuen wir uns zum Abschluss von 2024. 

Kommt vorbei und nehmt Freund*innen, Kolleg*innen und eure Liebsten mit.
Wir freuen uns auf euch! 

Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Zeit: Mittwoch, 4. Dezember ab 19:30 Uh

➔ Rückblick

 

Jetzt online:
Leerstand nutzen!
Teil 1: Leerstand im Wohnbau

 

Fabian Wallmüller

Full House bei der von der IG Architektur mitveranstalteten, dreiteiligen Diskussionsreihe „Leerstand nutzen!“ am 23. Oktober im Festsaal der alten WU Wien. Bei der ersten Paneldiskussion „Leerstand im Wohnbau“ erläuterte der Salzburger Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl, wie Leerstand in Salzburg erhoben und genutzt wird. Foto: eSeL.at/ Robert Puteanu

Die von der IG Architektur mitveranstaltete (1) Diskussionsreihe „Leerstand nutzen! Möglichkeiten zur Aktivierung von Leerstand in Wien“ platziert im Vorfeld der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2025 die Erfassung und Nutzung von Leerstand als politisches Thema. Teil eins der von großem Medieninteresse begleiteten Reihe fand am 23. Oktober im prall gefüllten Festsaal der alten WU Wien statt: „Leerstand im Wohnbau“. Jetzt online nachsehen!

Wie soll in Wien zukünftig Wohnungsleerstand erhoben und genutzt werden? Und was lässt sich dazu von anderen Städten lernen? Darüber diskutierten am 23. Oktober im Festsaal der alten WU Wien Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Forschung, Interessenvertretungen und Wohnungslosenhilfe – Elisabeth Hammer (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, neunerhaus), Gabu Heindl (Universität Kassel), Judith Lehner (TU Wien), Thomas Ritt (Arbeiterkammer Wien) und Ulrike Schartner (zt: Kammer W/N/B) – unter der Moderation von Lene Benz (Architekturzentrum Wien).
 
Salzburg

Den Anfang machte Salzburgs Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ) mit einem Gastvortrag zur Erfassung und Nutzung von Wohnungsleerstand in Salzburg. Seit Einführung des Salzburger Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstandsabgabengesetzes (ZWAG) im Jahr 2023 machen im Land Salzburg mittlerweile 61 von 119 Gemeinden von der Möglichkeit einer Leerstandsabgabe Gebrauch. Die Höhe der Abgabe liegt zwischen 400 und 5.000 Euro pro Jahr und Wohnung, für Neubauwohnungen bis 100 m² beispielsweise sind 2.000 Euro zu berappen. Eine Verfassungsnovelle von 2024, die das Recht auf Einhebung der Leerstandsabgabe vom Bund auf die Länder übertragen hat, macht nun eine Anhebung dieser Abgabe möglich, damit Wohnraum effektiver mobilisiert werden kann. Dankl: „Wir wünschen uns eine deutliche Erhöhung nach oben.“

Dankl sieht die Leerstandsabgabe in der Stadt Salzburg derzeit noch in einer Pilotphase – mit entsprechenden Anlaufschwierigkeiten. Wohnungen, die mehr als sechs Monate leer stehen, sind meldepflichtig, 2023 seien dieser Verpflichtung gerade einmal 35 Personen nachgekommen – die Stadt will hier mutmaßlich Abgabepflichtige über das Grundbuch ausfindig machen und ihnen auch Beratung anbieten. Daten zum Leerstand werden in der Stadt Salzburg über die durch das ZWAG ermöglichte Verknüpfung des Wohnungs- und Gebäuderegisters mit Wohnsitzmeldungen ermittelt, doch es gäbe zahlreiche Uneindeutigkeiten, ob Wohnungen tatsächlich leer stehen – die Stadt arbeite diese Klärungsfälle aktuell aber ab. Darüber hinaus biete das ZWAG derzeit zu viele Ausnahmen: Vererbte Wohnungen, Bauträger-Wohnungen und Vorsorgewohnungen sind von der Leerstandsabgabe ausgenommen.
 
Vielversprechend sei hingegen das Vorhaben, Daten zum Wohnungsleerstand mittels Stromverbrauchs- und Postzustelldaten zu erheben, zu deren Abfrage das ZWAG die Gemeinden berechtigt. Zudem hätten Studien auf Basis von Meldedaten zum Wohnungsleerstand in Neubauprojekten der letzten 20 Jahre in der Stadt Salzburg gezeigt, dass der gemeinnützige Mietwohnbau so gut wie keinen Leerstand kennt, während bei gewerblichen Mietbauprojekten 7 %, bei gewerblichem Eigentum sogar 12 % der Wohnungen leer stehen. Dies, so Dankl, sei „Wasser auf die Mühlen“ jener, die gemeinnützigen Wohnungsbau in Salzburg forcieren wollen. Abschließend seien Leerstandserhebung und Leerstandsabgabe zwar aufwändig, aber in einer Stadt wie Salzburg wegen der hohen Mietpreise das Mittel der Wahl, so Dankl, denn: „Die Aktivierung von Leerstand ist jedenfalls schneller, ressourcenschonender und günstiger als der Neubau.“
 
Wien

Wie soll Wohnungsleerstand in Wien erfasst und aktiviert werden – wo Leerstandszahlen seit vielen Jahren fehlen, und auch bei der Leerstandsabgabe bislang keine Fortschritte erzielt wurden? Thomas Ritt verdeutlichte zunächst die Dimension des Problems: Die Wiener Meldedaten würden für den gemeinnützigen Wohnungsbau 94 % der Wohnungen mit Hauptwohnsitz ausweisen, für den privaten Wohnungsbau jedoch nur 81 %. Auch wenn mit diesen Zahlen noch keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Leerstand gezogen werden könnten, würde hier ähnlich wie in Salzburg ein deutlich höherer Leerstand im privaten Sektor sichtbar. Umso bedenklicher, das der Anteil des gemeinnützigen Wohnungsbaus in Wien in den letzten 25 Jahren massiv zurückgegangen ist. Wurden im Jahr 2000 noch 80 % der Wohnungen als Gemeindewohnung oder gemeinnützig errichtet, würden heute bis zu 80 % der Wohnungen von privaten Bauträgern gebaut. Was die Erfassung von Leerstand betrifft, schlägt Ritt anstelle einer aufwendigen Datenrecherche eine Umkehr der Beweislast vor: Vermieter*innen sollten Vermietungen nachweisen, ansonsten würde automatisch eine Leerstandsabgabe fällig. Die rechtliche Ausgestaltung der Leerstandsabgabe solle sich zudem an der neuen Rechtslage mit der Verfassungsnovelle 2024 orientieren – auch was die Höhe der Abgabe betrifft. Ritt stellte hier einen Betrag von 4.000 Euro pro Wohnung und Jahr in den Raum.
 
Die Leerstandsabgabe könne jedoch nur Teil eines breiten Maßnahmenbündels sein, meinten Judith Lehner und Gabu Heindl. Vielmehr sollten die Gründe für Leerstand ausgehebelt werden. Ritt forderte in diesem Zusammenhang, gemeinnützige Wohnbauträger zu fördern und private vom Markt fernzuhalten. Heindl sprach sich für eine Verunmöglichung von spekulativem Leerstand aus: Aktuell sei es profitabler, teure, unvermietete Wohnungen im Portfolio zu haben, als diese günstiger zu vermieten – dies solle gesetzlich unterbunden werden. Für die Nutzung von dysfunktionalem Leerstand – unvermietbaren Wohnungen in schlechtem Zustand – solle ein Zugriffsrecht für die Stadt Wien geschaffen werden, damit diese die Wohnungen vermietet. Heindl: „Es ist die Pflicht der Öffentlichkeit, bestehenden Wohnraum zu aktivieren.“ Diese Art Zwangsvermietung wäre aber auch eine Maßnahme gegen den bewusst herbeigeführten Verfall von Privateigentum – ein auch ökologischer Aspekt. Kritisch sieht Heindl hingegen den Ruf nach steuerlichen Anreizen zur Aktivierung von Leerstand: Damit würde Leerstand auch noch belohnt.
 
Abseits aller strukturellen Maßnahmen forderten Ulrike Schartner und Elisabeth Hammer rasche Lösungen zur Aktivierung von Leerstand. Einerseits, um durch die Vermeidung von Neubau die Klimaziele möglichst schnell zu erreichen, andererseits, um akuter Wohnungsnot entgegenzuwirken – 12.000 Menschen seien in Wien wohnungslos, so Hammer. Heindl sprach sich diesbezüglich für die Legalisierung von Hausbesetzungen aus, Hammer für mehr Services zur Vermittlung leerstehender Wohnungen an Wohnungslose, wie sie das neunerhaus in Wien bereits jetzt anbietet. Leerstand nicht als Defizit, sondern als Potenzial zu sehen, forderte Judith Lehner: als Möglichkeit, mittels Pilotprojekten zur Leerstandsnutzung „Routinen zu verlassen, Alternativen zu testen und Zukunft anders zu machen.“
 
Bisherige und kommende Veranstaltungen der Diskussionsreihe „Leerstand nutzen!"
 
23.10.2024, 18 Uhr: Paneldiskussion 1/ Leerstand im Wohnbau 
08.11.2024, 18 Uhr: Paneldiskussion 2/ Leerstand im Erdgeschoß 
27.11.2024, 18 Uhr: Paneldiskussion 3/ Leerstand in Gewerbebauten

Ort aller Veranstaltungen: alte WU, Augasse 2-6, 1090 Wien, Festsaal
 
Paneldiskussion "Leerstand im Wohnbau" jetzt nachsehen!
(1) Die Diskussionsreihe „Leerstand nutzen! Möglichkeiten zur Aktivierung von Leerstand in Wien“ ist eine Kooperation von Allianz für Substanz, Architekturzentrum Wien, Fakultät für Architektur und Raumplanung der Technischen Universität Wien, IG Architektur, IG Kultur Wien, Kammer der Ziviltechniker*innen für Wien, Niederösterreich und Burgenland, ÖGFA.


Mit Unterstützung von

 

➔ Bericht

 

Leerstand nutzen! 
Forderungen für die Nutzung von Leerstand in Wien

Fabian Wallmüller

Die von der IG Architektur mitveranstaltete Diskussionsreihe „Leerstand nutzen!“ platziert im Vorfeld der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2025 die Erfassung und Nutzung von Leerstand als politisches Thema. Inhaltliche Basis der Reihe ist der Forderungskatalog "Leerstand Nutzen!". Foto: eSeL.at./Robert Puteanu

Wien wächst, und gleichzeitig stehen Räume für Wohnen, Kultur, Bildung und Gewerbe leer. Als Teil einer breiten Allianz von Architekturinstitutionen (1) veranstaltet die IG Architektur aktuell die dreiteilige Diskussionsreihe „Leerstand nutzen! Möglichkeiten zur Aktivierung von Leerstand in Wien“. Im Vorfeld der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2025 platziert die von großem Medieninteresse begleitete Diskussionsreihe die von der Wiener Stadtpolitik gemiedene Erfassung und Nutzung von Leerstand als politisches Thema. Grundlage der Diskussionsreihe ist ein Forderungskatalog, der zahlreiche Maßnahmen zur Erfassung und Nutzung von Leerstand in Wien zusammenfasst. Jetzt downloaden!

„Der größte Beitrag zum Klimaschutz kann erzielt werden, wenn anstelle von Neubauten bereits bestehende Wohngebäude weitergenutzt werden.“ So lautet die wichtigste Empfehlung des Klimarats für den Bereich Bauen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Steht ein Gebäude leer, muss in einer wachsenden Stadt wie Wien neu gebaut werden – vorzugsweise am Stadtrand. Dies versiegelt nicht nur Grünraum und erzeugt viel CO2, sondern kostet auch viel Geld, und zwar doppelt. Einerseits ist der Neubau teurer als die Nutzung von Bestand, auch weil infrastrukturelle Leitungen und öffentlicher Verkehr in Neubaugebiete geführt werden müssen. Andererseits werden in der Bestandsstadt ebendiese Infrastrukturen teuer erhalten, aber nur unzureichend genutzt. Doppelte Kosten, die die Allgemeinheit trägt, und die die Mieten nach oben treiben – für das Wohnen, aber auch für Nichtwohnnutzungen. Stehen Gebäude leer, leidet auch der öffentliche Raum: Er verödet und ist weniger sicher.

Die Nutzung von Leerstand ist also nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sie spart auch Kosten und wird so zu einem wichtigen Hebel für eine effiziente Ausgabenpolitik der öffentlichen Hand, für leistbares Wohnen und leistbare Räume für kulturelle Gruppen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Bildung und Kleingewerbe. Leerstand insbesondere im Erdgeschoß zu nutzen macht öffentliche Räume attraktiver und ist damit auch ein Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit.
 
Säumiges Wien

Die Nutzung von Leerstand ist also ein Thema von größtem öffentlichem Interesse. Umso verwunderlicher, dass in Wien Politik und Stadtverwaltung seit Jahren einen möglichst großen Bogen um dieses Thema machen. Leerstandserhebung und Leerstandsabgabe sind in der Steiermark, in Salzburg, Tirol und Vorarlberg längst Praxis – nicht so in Wien. Dabei wird in Wien die Leerstandsquote alleine im Wohnbau auf bis zu 10 % geschätzt, genauere Zahlen gibt es nicht. Warum es keine Zahlen gibt? Dafür werden keine Gründe genannt, und auch das ist ein Problem, da die Gerüchteküche so erst recht befeuert wird.

Mit einer Verfassungsänderung hat der Bund im Frühjahr 2024 das Recht zur Einhebung einer höheren, wohnraummobilisierenden Leerstandsabgabe auf die Bundesländer übertragen. Wien macht davon bis heute nicht Gebrauch. Der finanzielle Schaden, der der Allgemeinheit dadurch entsteht, ist beträchtlich, und er wächst mit jedem Tag.
 
Leerstand nutzen!

Als Teil einer breiten Allianz Wiener und bundesweiter Architekturinstitutionen (1) veranstaltet die IG Architektur aktuell die dreiteilige Diskussionsreihe „Leerstand nutzen! Möglichkeiten zur Aktivierung von Leerstand in Wien“. Die Diskussionsreihe findet bezeichnenderweise im Festsaal der alten WU in Wien statt – ein Bauwerk von Karl Schwanzer, das heute zwar noch zwischengenutzt wird, aber von Abriss bedroht ist. Ziel der von großem medialem Interesse begleiteten Diskussionsreihe ist es, im Vorfeld der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2025 die Erfassung und Nutzung von Leerstand als politisches Thema zu platzieren.

Im Rahmen von drei Paneldiskussionen diskutieren derzeit Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Architektur, Immobilienentwicklung, Forschung und Interessenvertretungen die Erfassung und Nutzung von Leerstand in Wien anhand von drei Leerstandstypologien: „Leerstand im Wohnbau“ am 23. Oktober, „Leerstand im Erdgeschoß“ am 8. November und „Leerstand im Gewerbebau“ am 27 November. Die Ergebnisse der Paneldiskussionen sollen noch vor der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2025 publiziert werden.

Den Paneldiskussionen vorangestellt war eine im September durchgeführte, nichtöffentliche Dialogveranstaltung, bei der Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Stadtplanung, Architektur, Kultur, Forschung und Interessenvertretungen sowie Aktivistinnen und Aktivisten konsensuale Forderungen zur Erfassung und Aktivierung von Leerstand in Wien erarbeiteten. Die Forderungen wurden in einem Forderungskatalog zusammengefasst, der die inhaltliche Basis der nachfolgenden Paneldiskussionen bildete.
 
Zahlen, bitte!

Was sind nun diese Forderungen? Ganz grundsätzlich nennt der Forderungskatalog an erster Stelle die Notwendigkeit, den Begriff „Leerstand“ für Wien zu definieren. Denn anders als in der Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg gibt es in der Bundeshauptstadt dazu noch keinen Konsens. Dem Vorbild der genannten Bundesländer folgend könnten auch in Wien Wohnungen, für die mehr als sechs Monate im Jahr keine Wohnsitzmeldung vorliegt, als „leerstehend“ definiert werden (2). Noch nicht erfasst wären damit allerdings alle Nicht-Wohnbauten, aber auch Formen der Mindernutzung und Zweckentfremdung. Es würde also eine umfassendere Definition von Leerstand lohnen.

Zweite Forderung des Katalogs: die datenbasierte Erfassung von Leerstand als wichtigste Grundlage jeder zielgerichteten politischen Diskussion über die Nutzung von Leerstand. Seit Jahrzehnten fehlen in Wien valide Zahlen zum Leerstand – oder sie werden schlicht nicht veröffentlicht. Für den Bereich Wohnen weist die jüngste Registerzählung der Statistik Austria in Wien rund 100.000 Wohnungen (10 % des Wohnungsbestands) ohne Haupt- oder Nebenwohnsitz aus, doch auch diese Zahl lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf den tatsächlichen Wohnungsleerstand zu. Leerstand sollte daher durch die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen erhoben werden: Wohnungsanzahl, Wohnsitzmeldungen, Gewerbemeldungen, Energieverbrauch, Müllmengen, Abwassermengen, aber auch KI-unterstützte Leerstandserfassung per Luftbild und Infrarotaufnahme, wie sie aktuell in Deutschland erprobt wird (3). Auch das Land Salzburg zeigt gerade, dass die datenschutzkonforme Leerstandserhebung über den Stromverbrauch möglich ist.

Neben der statistischen Erhebung von Gebäudeleerstand könnte durch die Einführung einer Leerstandsmeldepflicht, wie sie bereits in Salzburg und Tirol für Wohnungen besteht, mehr Bewusstsein für die Bedeutung und auch die öffentlichen Kosten von Leerstand geschaffen werden. Auch eine Umkehr der Beweislast wäre denkbar: Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer könnten grundsätzlich die Vermietung ihrer Immobile nachzuweisen haben – ansonsten wäre eine Leerstandsabgabe fällig.
 
Push and pull

Die Leerstandsabgabe ist denn auch die naheliegendste Möglichkeit, Leerstand zu sanktionieren – die Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg machen es vor. Zusätzlich erhöht die erwähnte Verfassungsnovelle zur Einhebung einer wohnraummobilisierenden Leerstandsabgabe durch die Bundesländer den Druck, auch in Wien eine Leerstandsabgabe einzuführen. Zu diskutieren wäre jedenfalls die Höhe dieser Abgabe: Um tatsächlich wohnraummobilisierend zu sein, sollte sie ein Vielfaches der aktuell in den Bundesländern eingehobenen Leerstandsabgabe betragen. Dies sind je nach Wohnungsgröße derzeit zwischen 120 und 5.000 Euro pro Jahr (4) – zu wenig, wie viele Expertinnen und Experten meinen. Denkbar wäre beispielsweise eine Leerstandsabgabe in der Höhe des marktüblichen Mietpreises – plus Lagezuschlag.

Neben der Sanktionierung von Leerstand gilt es aber auch, Pull-Faktoren zur Mobilisierung von Leerstand zu schaffen. Förderungen und steuerliche Anreize wären hier ebenso zu nennen wie eine Umbauordnung, wie sie gerade in Niedersachsen eingeführt wurde. Eine Umbauordnung könnte baurechtliche Erleichterungen für die Um- oder Nachnutzung von Bestandsbauten definieren – etwa bei Raumhöhen, Brandschutz und Absturzsicherungen, aber auch hinsichtlich Raumlüftung, Schallschutz, Barrierefreiheit, Stellplatzanzahl und vielem mehr. Eine neue Widmungskategorie C („C“ für „Commons“) im Wiener Flächenwidmungs- und Bebauungsplan könnte zusätzliche Erleichterungen für die Nutzung von Bestandsbauten durch gemeinnützige, alltagsökonomische Wirtschaftsformen schaffen. Außerdem zu prüfen wären Möglichkeiten zur Vermietung leerstehender öffentlicher Immobilien unter Marktwert bei gemeinwohlorientierten Nutzungen – derzeit ein No-Go aufgrund nationaler und EU-rechtlicher Vorgaben, da eine Vermietung unter Marktwert beihilferechtlich relevant sein kann.
 
Maßnahmenbündel
Leerstandserfassung, Leerstandsabgabe, Anreize: Fest steht, dass es eines koordiniert geschnürten Maßnahmenbündels bedarf, um Leerstand in Wien effektiv zu erfassen und zu nutzen. Der viel zitierte administrative Aufwand dafür ist angesichts der Mehrkosten durch Leerstand und Neubau kein Gegenargument. Vielmehr gilt es, Leerstandsnutzung gerade auch politisch positiv zu besetzen: als Weg zur leistbaren, inklusiven und nachhaltigen Stadt.

Bisherige und kommende Veranstaltungen der Diskussionsreihe „Leerstand nutzen!“:
 
23.10.2024, 18 Uhr: Paneldiskussion 1/ Leerstand im Wohnbau 
08.11.2024, 18 Uhr: Paneldiskussion 2/ Leerstand im Erdgeschoß 
27.11.2024, 18 Uhr: Paneldiskussion 3/ Leerstand in Gewerbebauten

Ort aller Veranstaltungen: alte WU, Augasse 2-6, 1090 Wien, Festsaal

 
Paneldiskussion "Leerstand im Wohnbau" jetzt nachsehen!

(1) Die Allianz besteht aus der Allianz für Substanz, dem Architekturzentrum Wien, der IG Architektur, der IG Kultur Wien, der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) und der zt: Kammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Die Diskussionsreihe „Leerstand nutzen! Möglichkeiten zur Aktivierung von Leerstand in Wien“ wurde in Kooperation mit der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien veranstaltet.

(2) In der Steiermark, in Salzburg, Tirol und Vorarlberg gelten Wohnungen als leerstehend, wenn für sie mehr als sechs Monate bzw. 26 Wochen im Jahr keine Wohnsitzmeldung vorliegt (siehe § 8 Steiermärkisches Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstandsabgabegesetz, § 9 Salzburger Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstandsabgabengesetz, § 6 Tiroler Freizeitwohnsitz- und Leerstandsabgabegesetz, § 2 Vorarlberger Zweitwohnungsabgabegesetz).

(3) Siehe Martin Putschögl: KI-gestützte Erhebung zeigt mehr als 40.000 Industriebrachen in Deutschland, Der Standard, 11. Oktober 2024.

(4) sh. § 9 (3) Tiroler Freizeitwohnsitz- und Leerstandsabgabegesetz, § 9 (2) Salzburger Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstandsabgabengesetz.




Mit Unterstützung von

➔ Bericht

 

Allianz alte WU

 

Martin Hess

Wenn es nach den Projektentwicklern der alten WU geht, heißt es wieder einmal: “Das kommt hier alles weg.” Foto: Martin Hess

In den letzten Jahren fragten sich viele, was mit der alten Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) passieren würde Genaueres wusste man nicht. Mitte März 2024 war es dann soweit: Bei der Präsentation (1) über die geplante Zukunft des Gebäudes und des Areals Althangrund West, auch bekannt als “alte WU”, wurde öffentlich, was manche schon vermutet hatten.

Denn hinter verschlossenen Türen wurde von den Projektentwicklern – Stadt Wien, Bezirk, ÖBB,  Bundesimmobiliengesellschaft und involvierte Hochschulen – ein Konzept erarbeitet, das den rigorosen Abbruch der bestehenden Baulichkeiten und einen Neubau eines großangelegten Universitätscampus vorsieht. Lediglich 40 % der Struktur, nämlich die Überbauung der Bahngleise, sollen erhalten bleiben. Das, obwohl sich in den letzten Jahren ein breiter internationaler Konsens gebildet hat, dass der Transformation und dem Umbau des Gebäudebestands aus vielfältigen Gründen der Vorzug zu geben ist gegenüber Projekten, die einen Abriss und Neubau vorsehen (2)(3)(4). Die neuen Nutzerinnen sind die Universität Wien und die Wiener Universität für Bodenkultur (BOKU). Bemerkenswert, denn immerhin sieht sich gerade die BOKU in der Rolle, über Zukunfts-, Lebens- und Umweltthemen zu forschen und dazu etwas beitragen zu wollen (5).

Nach der Veröffentlichung des Konzepts dauerte es nicht lange, bis sich die Gruppe "Allianz alte WU", bildete. Sie versteht sich als offenes, zivilgesellschaftliches Netzwerk aus Architekturschaffenden, Aktivist*innen und Nutzer*innen der alten WU. Darunter sind die Allianz für Substanz, Architects for Future Austria, die IG Architektur, das Kollektiv Raumstation sowie weitere Organisationen und Einzelpersonen. Die Allianz steht dem Vorhaben, den Gebäudebestand abzureißen und einen Neubau "auf der Platte" zu errichten, kritisch gegenüber und erklärt das gemeinsame Ziel, den Abbruch der alten WU zu verhindern. Stattdessen soll ein Prozess zur zukunftsfähigen Transformation der Gebäude angestoßen und vorangetrieben werden. Der Bestand soll in seinem archi­tektonischen, öko­logischen und kulturellen Wert evaluiert und ein Konzept unter Beibehaltung wertvoller Ressourcen erarbeitet werden. Denn die Vorgangsweise, einen Bestand mit einem Raumprogramm zu erschlagen, wird durch eine erneute Wiederholung nicht richtiger. "Gebäude sucht Nutzung" scheint der gegenwärtig adäquatere Weg zu sein. Die Gruppe trifft sich regelmäßig und sucht das direkte Gespräch mit den Proponent*innen des Vorhabens auf der Projekt- wie auch auf der Nutzer*innenseite. Zudem werden Strategien zur Bekanntmachung und Aufklärung über die ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekte des geplanten Projektes entwickelt und betrieben.

Fußnoten und weiterführende Links
(1) Wien ORF.at: Alte WU wird zu Unigroßcampus
(2) Countdown 2030, Schweiz
(3) Abrissmoratorium, Charlotte Malterre Barthes, u.a.
(4) Sorge um den Bestand, eine Ausstellung des Bundes Deutscher Architekt*innen
(5) BOKU Nachhaltigkeitstag


Lesetipps
GAT News: Alte WU: Zu jung zum Sterben
Der Standard: Wienschauen - Ist die alte Wirtschaftsuniversität noch zu retten?
Kronen Zeitung vom 2.11.2024: Gruppe will alte Wiener WU als „Exempel“ retten

➔ Rückblick und zukünftige Messe

 

IG Architektur auf den Messen Wieselburg und Tulln

 

Dorothee Raichle-Ekong

Der Stand der IG Architektur auf der Messe Bau Energie Wohnen Wieselburg vom 18. bis 20.10.2024. Foto: Dorothee Raichle-Ekong

Viele Jahre lang war der Stand der IG Architektur auf der Baumesse in Wien ein fester Bestandteil, an dem sich Bauinteressierte, Bauwillige und DIY-Planer beraten lassen konnten. Heuer blieben die Türen der Baumesse Wien geschlossen, dafür sind die Messe Wieselburg und die Messe Tulln in Niederösterreich auf die IG-Architektur zugekommen – mit dem Wissen, dass Architekt*innen auf diesen Messen eine wertvolle Bereicherung sind. Für Besucher*innen der Messe bietet sich so die Gelegenheit, persönlich und unkompliziert mit Architekt*innen über eigene Projekte ins Gespräch zu kommen.

Viel Zeit zur Vorbereitung blieb uns nicht bei der Messe Bau Energie Wohnen Wieselburg (18. bis 20. Oktober 2024), die Organisation war kurz und knackig, der Stand, Sonnenstühle und graue Würfel in den Kombi geladen, und auf gings nach Wieselburg. Die anfängliche Unsicherheit, ob es überhaupt genug Interessenten für unser ehrenamtliches Architekt*innen-Speed-Dating gibt, wurde in kürzester Zeit widerlegt, 13 Architekt*innen hatten sich angemeldet. Das hieß 7 Minuten je 13 Bauinteressierte = 1,5 Stunden intensive, interessante Gespräche über Projekte von Detailfragen bis Vierkanthöfen, gelegen vom Puchberg am Semmering über Wiens 23. Bezirk bis hinaus ins Mühlviertel. Zum Hauptfokus der Gespräche – Bauen im Bestand und Sanierung – kam die projektbezogene Unterstützung beim Wiederaufbau von Betroffenen des Hochwassers noch dazu. Der Stand war voll mit Menschen, es wurde stehend am Stand und an kleinen Bartischen diskutiert, auf den Würfeln gesessen und in Sonnenstühlen gelegen. Und alle sieben Minuten wechselten wir zum nächsten Bauinteressenten unter dem Klingeln der Organisation.

Besonders erfreulich war das große Interesse der Messebesucher*innen an unserem Stand, auch dank der Öffentlichkeitsarbeit der Messe und den Vorträgen, die wir im Vorfeld gehalten hatten. Bei den Speed Datings wurde manches Vorurteil gekippt und anfängliche Distanz überwunden. Viele Besucher*innen ob Jung, Alt, Familie oder zukünftige Bewohner*innen eines Mehrgenerationenhauses verließen den Stand mit dem Eindruck, einen Mehrwert erhalten zu haben. Auch wenn nicht jedes Problem gelöst werden konnte, hinterließen die Gespräche zumindest das Gefühl, einen Ansatz für das eigene Projekt gefunden und einen unabhängigen Allrounder unter den Baufachleuten an der Seite zu haben. Laut Messe Wieselburg war der Stand der IG Architektur ein absolutes Highlight der Baumesse. Die positive Resonanz und die rege Interaktion sprechen dafür, dass das Konzept den Nerv der Besucher*innen getroffen hat.
 
Das war aber erst der Anfang. Die zweite, bereits in Vorbereitung befindliche Messeteilnahme der IG Architektur ist die Baumesse HausBau + EnergieSparen Tulln, die ebenfalls den Mehrwert von Architekt*innen auf Messen erkannt hat. Vom 17.–19. Januar 2025 sind wir mit Stand und zweimaligem Architekt*innen-Speed-Dating dabei.

Termin: 18.01.2025, 14.00 Uhr und 19.01.2025, 11.00 Uhr
Veranstaltungsort: Messezentrum, Messegelände 1, 3430 Tulln

Wer kann teilnehmen? Alle Architekt*innen, die Mitglied bei der IG Architektur sind, Erfahrungen mit Sanierung und Bauen im Bestand haben und sich in kurzen Gesprächen mit Bauwilligen austauschen möchten.

Gut zu wissen: Für Architekt*innen, die sich als Berater*innen für das Speed Dating anmelden, werden kostenlose Eintrittskarten zur Verfügung gestellt, ansonsten fallen keine weiteren Kosten an. Lediglich die Anreise muss selbst organisiert werden. 

Standbetreuung: Außerdem ist die IG Architektur von Freitag, 17.01. bis Sonntag, 19.01.2025, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr mit einem Stand auf der Messe vertreten. Wenn du den Stand betreuen und interessante Kontakte mit Bauinteressierten knüpfen möchtest, freuen wir uns über deine Anmeldung. 

hier zum Speed Dating anmelden
hier zur Standbetreuung anmelden
Mitglied bei der IG Architektur werden
HausBau + EnergieSparenTulln

➔ Rückblick

 

Besuch aus Charkiw

 

Architektur im Dialog: Ukrainische und österreichische Architekt*innen im Austausch

 

Lukas Schumacher

Eine der Stationen des Besuchs in Wien war der Karl-Marx-Hof. Foto: Katja Puschnik

Im Rahmen der Kyiv Biennale, die von Oktober bis Dezember 2023 in Wien stattfand, wurde ein Austauschprogramm initiiert, bei dem Architekt*innen aus der Ukraine mit Kolleg*innen aus Österreich digital in Kontakt treten. Das Projekt wurde nun auf eine neue Stufe gehoben: Mit Unterstützung des Margarete-Schütte-Lihotzky-Projektstipendiums wurde ein Architekturkollektiv ins Leben gerufen. 

Ende September war es einigen Mitgliedern des Charkiwer Teams möglich, auf Einladung der IG Architektur nach Wien zu kommen. Die Architektinnen Olha Kleitman, Yuliia Skirta, Katerina Agafonova sowie die beiden Grafikerinnen Eugeniia Ilina und Valeriia Agafonova nahmen die strapaziöse An- und Rückreise auf sich. Den männlichen Mitgliedern des Teams ist weiterhin die Ausreise aus der Ukraine untersagt.

Während der fünf Tage in Wien fanden sowohl inhaltliche Diskussionen als auch organisatorische Besprechungen zu einem geplanten Buchprojekt statt. Dazwischen standen Termine im Kulturministerium, die Teilnahme an der Präsentation des Office-Ukraine-Buches in der Secession sowie mehrere Exkursionen auf dem Programm, u. a. ins Sonnwendviertel mit Führung durch Amila Širbegović, zum Karl-Marx-Hof mit Besuch der Ausstellung „Das Rote Wien" im Museum Waschsalon sowie zum alten AKH mit einer Führung durch Johannes Zeininger. Das intensive Programm hinderte unsere Gäste nicht daran, weitere Bauprojekte und laufende Ausstellungen zu besuchen, begleitet und geführt von bekannten Persönlichkeiten aus der ukrainischen Diaspora in Wien.

Nun stellt sich die Frage: Wann wird ein Gegenbesuch in Charkiw möglich sein?

➔ Rückblick

 

Exkursion
und Vorstandssitzung Linz

 

Eva Schmolmüller

Erste Station der Exkursion der IG Architektur nach Linz an 15. Oktober war die Klimaoase inmitten des Linzer Industriegebietes am Hollabereranwesen. Foto: Meike Hagemann 

Am 17.10.2024 war die IG Architektur im Rahmen einer Exkursion mit anschließender, offener Vorstandssitzung unterwegs in Linz.

In Linz beginnt´s. Der Besuch der IG Architektur am 17. Oktober in Linz startete in einem Industriegebiet im Linzer Osten, mit einer Führung von Architekt Christoph Wiesmayr durch die Klimaoase. Der Ort inmitten von Industrie- und Gewerbebauten bietet Erholung für Mensch und Tier, ist Wissensvermittlung mit Hand und Hirn, ist Treffpunkt für Interessierte, Profis und kulinarische Genießer*innen. Weiter ging es zum von Architekt Philipp Weinberger umgebauten Magazin 1 der Tabakfabrik, wo eine gelungene Lösung der Gebäudeerschließung eine gänzlich neue Nutzung durch Gemeinschaftsateliers und Einzelstudios für die Linzer Kunstszene ins Rollen brachte. Neu gedacht und mutig geht gleich nebenan auch das ROSE Oberstufenrealgymnasium voran. Von dessen Entstehungsgeschichte und Potenzialen für den Schulbau im Bestand berichtete uns Architekt Michael Zinner. Inhaltliches Hirnfutter lieferte abschließend eine Führung durch die Ausstellung „Wie geht’s, Alter? Gemeinsam Räume für die Zukunft schaffen“ im architekturforum oberösterreich (afo) mit Kuratorin und IG Architektur-Vorstandsmitglied Eva Schmolmüller.

Die an die Exkursion anschließende offene Vorstandssitzung ging am späteren Abend in eine Open Bar im afo über. Wir freuen uns über die dabei stattgefundene Vernetzung mit den Linzer Kolleg*innen und auf alles, was daraus noch wachsen kann!

IG Architektur
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