Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.
Ein interaktives Projekt mit Schüler*innen zur Vielfalt urbaner Räume
In Kleingruppen arbeiteten die Schüler*innen gemeinsam an neuen Gestaltungsvorschlägen für den Ilgplatz im 2. Bezirk. Foto: IG Architektur
2024 reichte die IG Architektur das Vermittlungsprojekt „Baukultur verbindet: Ein interaktives Projekt mit Schüler*innen zur Vielfalt urbaner Räume“ beim Förderprogramm „Kunst ist Klasse“ des Oead ein und erhielt eine Förderzusage. Das Besondere an diesem Projekt: Die Schüler*innen der HTL Camillo Sitte Bautechnikum schlüpften in die Rolle der Vermittler*innen und teilten ihr Fachwissen mit jüngeren Schüler*innen aus der MSi Feuerbachstraße. Um diese Rolle gut auszufüllen, wurden sie in vorbereitenden Workshops von den Architektinnen Carina Zabini und Anna Linder, Mitglieder der IG Architektur, intensiv auf ihre Mentor*innen-Aufgabe vorbereitet.
Im Frühjahr 2025 ging das schul- und jahrgangsübergreifende Vermittlungsprojekt mit einem großen Projekttag ins Finale. Am 15. Mai trafen sich die beiden teilnehmenden Klassen in der MSi Feuerbachstraße zum gemeinsamen Projekttag. In Kleingruppen, in denen jeweils Schüler*innen aus HTL und MS zusammenarbeiteten, entwickelten sie neue Gestaltungsvorschläge für den Ilgplatz im 2. Bezirk. Gemeinsames Tun verbindet – beim Ideenfinden, Zeichnen und Modellbauen waren alle mit vollem Einsatz dabei und die anfänglichen Berührungsängste zwischen älteren und jüngeren Jugendlichen verschwanden gänzlich. Dabei wurde viel darüber diskutiert und nachgedacht, was die Aufenthaltsqualität auf einem Platz beeinflusst, wie mit Hitze umgegangen werden kann und wieviel Platz beispielsweise für Parkplätze reserviert werden sollte.
Für die MS-Schüler*innen war das Projekt gleichzeitig Teil ihrer Berufsorientierung. In informellem Rahmen konnten sie aus erster Hand von ihren Mentor*innen erfahren, wie der Schulalltag an einer HTL aussieht. Die Schüler*innen aus der HTL wiederum waren sichtlich stolz über ihren Expert*innenstatus. Nach drei Jahren auf der höheren Schule war viel Wissen zum Thema Planung und Projektorganisation für sie bereits ganz selbstverständlich geworden. Im Austausch mit den jüngeren Schüler*innen wurde ihnen bewusst, wieviel sie schon gelernt hatten und dass sie tatsächlich schon Expert*innen auf ihrem Gebiet sind. Auch die Endergebnisse der gemeinsamen Planung konnten sich wirklich sehen lassen. Vom Riesenfußballfeld, über bunt bemalte Fassaden bis hin zu fantasiereichen neuen Parklandschaften, wurden die unterschiedlichsten Vorschläge zur Neugestaltung des Ilgplatzes präsentiert.
Für Herbst ist noch ein Besuch der Schüler*innen aus der MS an der HTL geplant, wo die bisher geknüpften Verbindungen wieder aufgenommen werden sollen. Und vielleicht treffen sich ja der eine oder die andere in zwei Jahren auch am Gang in der HTL wieder.
Kommentar zum Projekttag „Kunst ist Klasse“ an der MSi Feuerbachstraße Der Projekttag „Kunst ist Klasse“, an dem eine 3. Klasse der HTL Camillo Sitte Platz mit der 3a Klasse der MSi Feuerbachstraße kooperierte, war vom Projektteam bestens vorbereitet und konzipiert. Die Schüler*innen der beiden Schulen konnten in den Arbeitsgruppen beim Erkunden des Grätzels rund im die Schule Kontakt aufnehmen und Barrieren abbauen. Durch präzise, an das Niveau der Schüler*innen angepasste Aufgabenstellungen und die großartigen Arbeitsmaterialien, die bereitgestellt wurden, waren die Kids durchwegs motiviert, eigene Lösungen zu finden und diese am Plan und im Modell umzusetzen.
Besonders schön zu beobachten war die Kommunikation, die sich zwischen den Schüler*innen der beiden Standorte entwickelte. Gerade für die MSi Schüler*innen, die schon mitten in der Berufsorientierung stehen, ist es von unschätzbarem Wert, von Betroffenen zu erfahren, welche Herausforderungen an einer BHS auf sie zukommen und wie der Schulalltag dort funktioniert. Ich bin mir aber auch sicher, dass die Schüler*innen der Bauakademie von ihrer Rolle als Coaches sehr profitiert haben.
Ein durchwegs gelungener Projekttag, für den ich mich herzlich bedanken möchte.
Wien; 28. Mai 2025 Wolfgang Legl, BED, Lehrer an der MSi Feuerbachstraße
Das Projekt wurde gefördert durch
➔ Veranstaltung Architects For Future Austria
Baustelle Patriarchat – Dialog zur feministischen* Bauwende
Wann? 12. Juli 2025, 15:00 bis 2:00 Uhr Wo? bei SchloR, Rappachgasse 26, 1110 Wien – Simmering
Architects 4 Future Austria lädt ein: An unserem Sommerfest wollen wir gemeinsam patriarchale Strukturen im Bauwesen sichtbar machen und neue feministische Perspektiven für Architektur, Stadtplanung und Baukultur zeigen. FLINTA* sind in der Baubranche noch immer massiv unterrepräsentiert. Mit der feministischen* Bauwende fordern wir neue Perspektiven, mehr Mitbestimmung und Räume für alle. Lass uns gemeinsam patriarchale Mauern einreißen und eine solidarische Baukultur schaffen. Dich erwarten spannende Vorträge von kritischen Architektinnen, Stadtplanerinnen und Aktivistinnen mit anschließender Diskussion, Siebdruck-Workshop, Ausstellung, Führungen durchs Veranstaltungsgelände und gemeinsames Feiern mit Drinks, Snacks und Musik.
Die IG Architektur beendet ihre Aktivitäten auf Meta-Plattformen. Grafik: IG Architektur
Der Konzern Meta sieht Antisemitismus, Rassismus, Transfeindlichkeit und andere Formen von Hass nunmehr als "Teil der Debatte" auf seinen Plattformen. Die IG Architektur beendet daher ab Juli 2025 ihre Aktivitäten auf Meta-Plattformen.
Die jüngsten Entwicklungen und Entscheidungen des Meta-CEOs Mark Zuckerberg stellen für die IG Architektur einen Wendepunkt dar. Meta – der Konzern hinter Facebook, Instagram, Whatsapp und Threads – hat beschlossen, Antisemitismus, Rassismus, Transfeindlichkeit und andere Formen von Hass als legitimen "Teil der Debatte" auf seinen Plattformen zu tolerieren (siehe nachstehende Berichte auf Standard.at)
Diese bewusste Entscheidung der Meta-Konzernführung stellt eine Normalisierung und Verharmlosung von menschenfeindlichen Ideologien dar. Für die IG Architektur, die für eine offene, solidarische und diskriminierungsfreie Gesellschaft eintritt, ist dies absolut untragbar.
Wir ziehen daraus die einzig verantwortbare Konsequenz und beenden unsere Aktivitäten auf Meta-Plattformen. Der Austritt beginnt ab Juli 2025 mit Facebook. Unseren Austritt aus Instagram wird sich noch verzögern, da parallel eine Alternative gefunden und dort unser Netzwerk neu aufgebaut werden muss.
Als Alternative zu Facebook nutzen wir seit einiger Zeit LinkedIn. Unter "IG Architektur" ist die IG Architektur dort zu finden.
Entdecke den RAUM der IG Architektur – Dein urbaner Veranstaltungsort im Herzen Wiens!
Miete den RAUM der IG Architektur für deine Veranstaltung! Foto: Bernhard Wolf
Ob Workshop, Seminare, Konferenzen oder Podiumsdiskussionen: Der lichtdurchflutete, 140 m² große Veranstaltungs- und Seminarraum der IG Architektur bietet alles, was man braucht: viel Platz, gute Ausstattung, und das zu leistbaren Konditionen. Zusätzlich gibt es Kulturtarife für NPOs, um für möglichst viele unterschiedliche Mieter*innen leistbar zu sein.
Helle, schlichte Räumlichkeiten mit Tageslicht. Vielfältig einsetzbar, offen und großzügig
Eine flexible Möblierung, die vorhandene Seminarausstattung (Beamer, Flipchart, Pinnwände, Magnetwand) eignen sich für Seminare, Workshops, Konferenzen und Podiumsdiskussionen
Gute Lüftung durch raumhohe Fenster
Restaurants in Gehnähe (Gumpendorfer Straße, Mariahilfer Straße, Otto-Bauer-Gasse, Linke Wienzeile und Naschmarkt)
Sehr gute Erreichbarkeit via U3, U4, 13A, 14A, 57A
Unsere Ausstattung im Detail:
Veranstaltungs-/Seminarraum: ca. 140m², zugelassen für bis zu 99 Personen
Tonanlage mit Lautsprechern und 2 Funkmikrofonen, Mikroständer (Drittgeräte können angeschlossen werden)
Internetzugang via DSL-WLAN
Seminar-, Ton- und Küchentechnik sind im Preis inbegriffen – vorbehaltlich anderer Absprachen. Wir stellen gern Getränke (Kaffee, Tee, Wasser, Saft, Wein, Bier) zur Verfügung. Abrechnung erfolgt nach tatsächlichem Verbrauch. Preisliste auf Anfrage.
Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.
Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander