Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.
Die IG Architektur wünscht allen Mitgliedern, Freund:innen und Interessierten schöne Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr!
➔ Einladung der IG Architektur
Generalversammlung und Open Bar der IG Architektur
31.01.2024 ab 18:30 (realer Beginn 19:00) 20:00 Open Bar Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Die IG Architektur lädt alle Mitglieder und jene, die es werden möchten, zur ordentlichen Generalversammlung ein. Wir werden euch unsere Tätigkeiten aus dem Vorjahr präsentieren und die zukünftigen Pläne vorstellen. Lasst uns anstoßen und das kommende Jahr gemeinsam begrüßen!
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien Zeit: Mittwoch, 31.01.2024, ab 18:30 (realer Beginn 19:00)
Sollten um 18:30 nicht die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein, erlangt die Generalversammlung nach einer Wartefrist von 30 Minuten ihre Beschlussfähigkeit (kleiner Hinweis: Das heißt, dass der reale Beginn um 19:00 ist).
Am 24. November fand im Festsaal der Alten WU (WEST) in Wien das ganztägige Symposium „Vom Bau zum Umbau“ statt, das gemeinsam von der IG Architektur und der ÖGFA organisiert, durchgeführt und moderiert wurde. Eine Keynote von Werner Sobek, zehn Vorträge und drei Podiumsdiskussionen behandelten verschieden Aspekte einer dringend nötigen Bauwende.
Werner Sobek untermauerte in seinem einführenden Vortrag mit globalen Daten die Dringlichkeit des Handelns in der Klimakrise. Im Themenblock 1 „Raum und Boden“ berichtete Karoline Mayer (Architekturzentrum Wien) von Erkenntnissen und Erfahrungen der Ausstellung „Boden für alle“. Sybilla Zech und Ulrich Blanda (Büro stadtland) folgten mit konkreten Best-Practice-Beispielen aus der Praxis der Raumplanung und Raumordnung. Elias Molitschnig (Amt der Kärntner Landesregierung) erläuterte, wie auf Landesebene die Baukultur als Hebel zum Bodenschutz verwendet werden kann. In der anschließenden Podiumsdiskussion lieferten neben den Vortragenden auch Cedric Fritz (architects4future) und Andreas Hacker (Stadt-Umland-Management Wien-Niederösterreich) wichtige Antworten und Aspekte.
Im Themenblock 2 „Bau und Gesetz“ steckte Charlotte Malterre-Barthes (EPFL Lausanne) in ihrem Vortrag das weite Feld von Zusammenhängen aus Verteilungsgerechtigkeit, nicht-ausbeuterische Materialverwendung bis zur Forderung nach einem Abrissmoratorium ab. Johanna Leissner (Fraunhofer Institut) zeigte anhand von EU-Forschungsprojekten, welche Ziele, Aktivitäten und Möglichkeiten einer Bauwende auf europäischer Ebene bereits bestehen. Peter Bauer (werkraum Ingenieure / TU Wien) brachte die Diskussion auf den Boden notwendiger Gesetzesänderungen auf Bundes- und Länderebene in Österreich. Diese Themen wurden in der Podiumsdiskussion durch aktuelle Initiativen in Österreich ergänzt: Lukas Vejnik stellte die Allianz für Substanz vor, Markus Zilker (einszueins architekten) das Netzwerk Habitat 2030. Werner Sobek brachte zusätzlich Erkenntnisse aus seinen Praxiserfahrungen ein.
Den Abschluss machte eine Reihe von Vorträgen zum Themenblock „Baukultur und Bildung“, der Frage stellte, wie die Bauwende an Hochschulen und in der Öffentlichkeit vermittelt werden kann. Lorenzo De Chiffre und Eva Mair stellten in ihren Vorträgen Lehrveranstaltungen an der TU Wien vor, Heidi Pretterhofer und Michael Rieper erläuterten die Mission ihrer soeben angetretenen Professur für Baukultur an der Kunstuniversität Linz. Elisabeth Leitner (LandLuft, RURASMUS) zeigte abschließend, welche Potenziale dem ländlichen Raum als Innovationslabor innewohnen. In der Diskussionsrunde lieferte Nicola Eller (ORF) wichtigen Input in punkto Baukulturvermittlung aus Sicht der Medien.
Die Vorträge werden ab Anfang Jänner 2024 sukzessive online auf dem Kanal der IG Architektur zu sehen sein.
Am 6. Oktober lud die IG Architektur zur Dialogveranstaltung „Abriss vermeiden – was macht Abbruch so attraktiv?”. Expert:innen aus den Bereichen Verwaltung, Architektur, Politik und Projektentwicklung, sowie Ingenieur:innen, Jurist:innen und Aktivist:innen diskutierten die wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die den Abbruch von Gebäudebestand vorantreiben.
Beim Format „Bitte zu Tisch“ handelt es sich um nicht-öffentliche, moderierte Diskussionen, bei denen im Anschluss gemeinsame, konsensuale Forderungen zu den einzelnen Themen verfasst werden. Die folgenden sieben erarbeiteten Ansatzpunkte sind maßgeblich für einen zeitgemäßen Umgang mit Bestand und dienen als Grundlage für weitere Diskussionen.
1. Ausweis der grauen Energie Der Energieausweis berücksichtigt derzeit nur die Nutzenergie, nicht jedoch die Bewertung des Bestandes. Er soll daher inhaltlich ausgeweitet werden und auch die bei der Errichtung des Gebäudes aufgewendete Energie, die sogenannte graue Energie, beinhalten. Dadurch können bestehende Gebäude als Guthaben ausgewiesen bzw. Abbruch als negative Auswirkung auf die Treibhausgasemissionen erkannt und berücksichtigt werden. Wie der Energieausweis soll auch der „Graue Energieausweis“ Grundlage für die Genehmigungsfähigkeit und Förderungen sein.
2. Mietrechtsgesetz neu denken Die Regelungen des Mietrechtsgesetzes für Altbauten sind nicht zeitgemäß. Die Mietdeckelung durch den Richtwertmietzins für Gebäude, die vor 1945 bzw. 1953 errichtet wurden, ergibt in Kombination mit der für Neubauten ungleich höheren „angemessenen Miete“ eine der Hauptmotivationen für Abbruch und Neubau. Die geltenden Mietbeschränkungen erschweren die Finanzierung von energetischen Verbesserungen und motivieren Eigentümer:innen nicht, durch gutes Management die Betriebskosten zu senken. Das Etablieren einer Gesamtmiete – bestehend aus Miete, Betriebskosten und Energiekosten – schafft Anreize, Bestand zu ertüchtigen und die Sanierungsquote zu heben. Durch die so erreichte Reduktion der Energie- und Betriebskosten können für Eigentümer:innen die Einnahmen aus der Miete gesteigert werden, ohne dass sich die Gesamtkosten für Mieter:innen ändern. Die Anwendung der Gesamtmiete auf alle Wohnungen hätte positive soziale Aspekte und würde einen wirkungsvollen Ausgleich zwischen Alt- und Neubau herstellen.
3. Erweiterung der Bauordnungen um eine Umbauordnung sowie eine Umbau-OIB Aktuelle gesetzliche Regelungen und technische Normen wurden für Neubauten entwickelt. Die Transformation von Bestandsgebäuden ist dadurch oft nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand umsetzbar. Für eine zeitgemäße Weiternutzung ist es jedoch notwendig, dass auch tiefgreifende Umbauten, Umwidmungen und Nutzungsänderungen ermöglicht werden. Im Fokus sollte das Schutzziel der Norm statt des Erreichens fixer Werte stehen – die Anforderung, dass bei Umbauten die Standards von Neubauten erreicht werden sollen, muss aufgehoben werden. Angepasste Genehmigungsverfahren sollen auf die Gegebenheiten von Bestandsbauten eingehen und dennoch angemessene, hohe Standards gewährleisten. Durch die Gesetzgebung sind Regelungen zu schaffen, die die Transformation von Bestand ermöglichen und begünstigen.
4. Abweichende Anwendung der Bauklassen für Bestandsgebäude In Wien wurde der Gründerzeitbestand nach einer Bauklassenregelung „in Geschossen“ errichtet. Erst später kamen absolute Höhenangaben hinzu. Die Motivation für einen Ersatzneubau besteht vielfach in der zusätzlich erreichbaren Geschoßfläche, da neue Gebäude mit niedrigen Raumhöhen und mehr Stockwerken errichtet werden können. Indem dem Gebäudebestand durch die Möglichkeit einer Aufstockung eine dem Ersatzneubau entsprechende Geschoßanzahl zuerkannt wird, kann dies entkräftet werden. Dadurch wird der Vorteil des Neubaus, mehr Flächen zu schaffen, gemindert, und das Interesse, am Bestand weiterzubauen, gehoben.
5. Abbruchbewilligung für alle Gebäude Derzeit ist in Wien nur der Abbruch von Gebäuden bewilligungspflichtig, die vor 1945 errichtet wurden. Diese Regelung fußt auf dem Interesse des Ortsbildschutzes. Eine Ausweitung der Abbruch-Bewilligungspflicht für alle Gebäude, gestützt auf das öffentliche Interesse des Klimaschutzes, würde eine Hürde für den Abbruch darstellen. Durch die Überprüfung, ob ein Abbruch tatsächlich unumgänglich und im Interesse des Gemeinwohls ist, könnten viele Gebäude und Strukturen erhalten werden.
6. Realistische Bepreisung von Treibhausgasemissionen Die externen Kosten der Treibhausgasemissionen im Neubau und die hohe Abfallproduktion der Bauwirtschaft werden derzeit nicht ausreichend von den Verursacher:innen getragen. Zudem bilden Besteuerung und Emissionshandel weltweit ein äußerst uneinheitliches Bild: In Europa variieren die Preise zwischen 9 Cent und 119 Euro pro Tonne CO2, das deutsche Umweltbundesamt hingegen errechnete für 2022 809 Euro pro Tonne für die generationenübergreifenden gesellschaftlichen Folgekosten von Treibhausgasemissionen. Eine einheitliche Abgabe auf Treibhausgasemissionen im Neubau, die den realen Folgekosten von Treibhausgasemissionen entspricht und der Finanzierung von Nachhaltigkeits- und Sanierungsförderungen zufließt, senkt die Umweltbelastung und motiviert das Bauwesen in Richtung Umbau.
7. Klimagerechte Transformation von Bestandsquartieren Die Unsicherheit über die Möglichkeiten der Raumkonditionierung in Bestandsbauten trägt zum „Komplexitätsbild Altbau“ bei, das Abbruch fördert und Neubau inklusive leichter planbarer Energieversorgung attraktiver erscheinen lässt. Gemeinsam mit der Planung der Quartiersentwicklung, der Begrünung des öffentlichen Raumes und der Planung unterirdischer Einbauten und Infrastruktur sind Möglichkeiten für die Umstellung auf erneuerbare Energien, auf Fernwärme oder die Potentiale von Anergienetzen zu untersuchen und durch Quartierskommunikation öffentlich zugänglich zu machen.
Die IG Architektur lädt zur Schärfung und Umsetzung der genannten Ziele ein.
Die IG Architektur zu Besuch in Klagenfurt: Im Architektur Haus Kärnten fand nach einem spannenden Tag die Fishbowl-Diskussion "Von der Vernetzung zur Kollaboration" statt. Foto: IG Architektur
Auf Einladung des Architektur Haus Kärnten fand am 22. November die Vorstandssitzung der IG Architektur in Klagenfurt statt.
Raffaela Lackner und Nadine Thaler vom Architektur Haus Kärnten boten den Vorstandsmitgliedern der IG Architektur ein anspruchsvolles Programm: zunächst eine Führung durch das neueröffnete kärnten.museum mit Roland Winkler (Winkler+Ruck Architekten), dann eine Begehung der Hafenstadt am Lendhafen – einem spannenden Stadtteilentwicklungsprojekt an einem der interessantesten Orte in Klagenfurt – mit Barbara Abel (Abel und Abel Architektur) und dem Investor Michael Pontasch. Architekt Reinhard Wetschko und Architekturforscher Lukas Vejnik begleiteten die IG Architektur auf ihrer Tour durch ein teils unbekanntes Klagenfurt.
Im Anschluss an ihre Vorstandssitzung lud die IG Architektur zusammen mit dem Architektur Haus Kärnten zur Fishbowl-Diskussion „Von der Vernetzung zur Kollaboration“ ins Architektur Haus Kärnten. Gemeinsam mit den Teilnehmenden der Diskussion – Elias Molitschnig (Amt der Kärntner Landesregierung, Baukultur und kommunales Bauen), Raffaela Lackner (Architektur Haus Kärnten), Gerhard Kopeinig (Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten), Reinhard Wetschko (ZV Kärnten), Stefan Breuer (FH Kärnten) und Studierende der FH Kärnten – diskutierte der Vorstand der IG Architektur über Chancen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Gelegenheit dazu gibt es genug: von Bauwende über die Stärkung der Wettbewerbskultur bis zum neuen Wirtschafts- und Siedlungsraums Kärnten-Südsteiermark, der durch den 2025 eröffnenden Koralmtunnel möglich wird. Zahlreiche Themen, die bei der anschließenden Open bar weiter besprochen werden konnten.
Die IG Architektur dankt allen beteiligten Kolleg:innen für die herzliche Aufnahme – wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit!
➔ Kommentar
Kärnten baut vor
Raffaela Lackner, Leiterin Architektur Haus Kärnten
Bauen schafft Räume, verändert Landschaften, beeinflusst das Klima, bewirkt Energieverbrauch und spielt damit eine enorm große Rolle im Umgang mit unserer Umwelt. Im Jahr 2017 wurden die baukulturellen Leitlinien des Bundes beschlossen. Die Kärntner Landesregierung hat 2018 den Beschluss gefasst, auf dieser Basis 15 Leitlinien für Kärnten zu erstellen, und setzt damit als erstes Bundesland die vom Bund beschlossenen baukulturellen Leitlinien auf Landesebene um. Ausgehend von diesem breit angesetzten Prozess werden seither kontinuierlich Projekte, Leitfäden, Workshops, Prozesse, Videos, Artikel, Wettbewerbe, ein Baukultur-Lehrgang und Vermittlungsformate mit dem Baukulturnetzwerk umgesetzt. Auf unterschiedlichen Ebenen, mit jeweils anderen Zugängen wird gemeinsam eine Vision verfolgt. Das Arbeiten im Netzwerk und zwischen den Akteur:innen ist dafür ein wichtiges Zahnrad und greift ineinander über – nur so kann zukunftsfähige Baukultur gelingen und nachhaltige Prozesse in Gang setzen. Ein eigens entwickeltes Baukultur-Spiel unter dem Titel „Kein Schöner Land“ regt an, sich diesen Themen spielerisch und lustvoll zu widmen.
Ab jetzt österreichweit: GAT.news Seit zwanzig Jahren fördert das in Graz gegründete Onlineportal GAT die Auseinandersetzung mit gebautem Raum in der Steiermark – durch Berichterstattung, Information, Diskussion und Kritik über Architektur. Seit Herbst 2023 geschieht dies österreichweit, in frischem Design und unter neuem Namen: GAT.news. Ein nicht zu unterschätzender Schritt, der dem heutigen, österreichweiten Kreis an Leser:innen nur entspricht. GAT.news ist damit das erste öffentlich finanzierte, bundesweite Onlineportal für Architekturberichterstattung und Architekturkritik in Österreich – ein vermutlich auch europäisches Novum.
GAT Netzwerktreffen Wo bleibt die Kontroverse? Wann ist Kritik noch konstruktiv? Alles zahnlos oder zu polemisch? Diese Fragen stellte GAT an den Beginn eines Netzwerktreffens in Graz, das am 16. und 17. November die zukünftige Ausrichtung von GAT.news zum Thema machte. Über zwei Tage versammelten sich zahlreiche Akteur:innen aus Medien, Kulturinstitutionen, Verwaltung und Politik, um das Architektur-Onlineportal der Zukunft mitzugestalten – mit intensivem Workshop-Programm, reichhaltigem Input bei Vorträgen und zahlreichen Möglichkeiten, um Kontakte zu knüpfen.
Zukünftige Architekturkritik Als Netzwerkpartnerin von GAT beteiligte sich die IG Architektur mit der Organisation des Workshops „Dialogkultur: Wie kann die Architekturkritik (wieder) aufblühen?“ am Netzwerktreffen. Dabei standen Kritikformate vergangener Jahrzehnte ebenso im Fokus wie Visionen für eine zukünftige Architekturkritik. Durch das Verständnis für historische Entwicklungen und Rahmenbedingungen wurden Möglichkeiten zukünftiger Architekturberichterstattung und -kritik erarbeitet, aber auch derzeit (teils) noch hinderliche Strukturen hinterfragt. Erste Handlungsschritte zur Vermittlung von Architektur können ab sofort umgesetzt werden – mit niederschwelligen Formaten wie Architekturspaziergängen, Flugblättern oder VR-Brillen. Ob digital oder analog, packen wir´s an!
Im November 2019 gründete eine kleine Gruppe von Schweizer Architekturschaffenden den Verein Countdown 2030, um sich gemeinsam für eine Bauwende einzusetzen. Der Name steht für die Dringlichkeit: Die Dekade bis 2030 ist entscheidend, um Netto-Null zu erreichen und den Bausektor fundamental zu verändern. Um das zu erreichen, müssen wir bei den großen Hebeln ansetzen!
In der Ausstellung "Die Schweiz: Ein Abriss", die von Countdown 2030 kuratiert wurde und im Herbst 2022 im Schweizerischen Architekturmuseum zu sehen war, wurde einer dieser großen Klimahebel betrachtet: der Abbruch von Bausubstanz. Die Ausstellungsbesucher:innen erlebten in fünf Abrisswelten das Thema in seinen vielen Facetten. Kollektiv besetzte Countdown 2030 den zentralen Raum des Museums mit ihrem Vereinsbüro. Auch wer nicht ins Museum kam, kann weiterhin mit dem Verein über den Schweizer Abriss diskutieren: Eine partizipative Online-Karte sammelt Geschichten von abgerissenen Häusern in der ganzen Schweiz – ein deutscher Ableger des Abriss-Atlas ist seit kurzem online. In einer Petition trug Countdown 2030 die Forderungen schließlich in die Bundespolitik.
Diesen Herbst startet Countdown 2030 ins nächste große Abenteuer: Für ein Jahr hat Countdown 2030 eine Gastprofessur an der Fachhochschule Nordwestschweiz inne. Gemeinsam mit den Studierenden fragen sie sich, wie angesichts der massiven Herausforderungen der Klimakrise Architektur entworfen werden kann. Etablierte Lehrformate und Rollenverhältnisse lassen Countdown 2030 in dieser Zeit außen vor, denn sie sind überzeugt, dass die Herausforderungen unserer Zeit nur durch das Arbeiten in Netzwerken, durch Partizipation und Kooperation überwunden werden können.
Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.
Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander