Newsletter Mai 2024

Monatlicher Newsletter der IG Architektur - Mai 2024

Monatlicher Newsletter der IG Architektur

Mai 2024
Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.

 

Inhalt

➔ Einladung

 

ig_am wort: Bauen für die Demokratie – Orte der Muße


04.06.2024, 19:00 
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

ig_am Wort ist eine Serie der IG Architektur, um mit Personen, die an Planungsprozessen beteiligt sind, ins Gespräch zu kommen. Bei der kommenden Ausgabe widmen wir uns Gemeinschaftsorten, wo kultureller und sozialer Austausch stattfindet. Konzept: Ralf Bock

Die IG Architektur lädt Expert*innen im Rahmen der Veranstaltungsreihe ig_am wort ein, um mit an Planungsprozessen Beteiligten ins Gespräch zu kommen und Bürger*innen an Gestaltungsprozessen unserer gebauten Lebensräume teilhaben lassen. Die Diskussionsreihe knüpft an den im letzten Jahr begonnen Dialog zu dem Thema „Reden wir über Baukultur!“ an und führt diesen mit interdisziplinären Gesprächen fort.

Bei dieser Ausgabe widmen wir uns Gemeinschaftsorten, wo kultureller und sozialer Austausch stattfinden kann und nicht der Konsum im Mittelpunkt steht. Es sind Orte, um einen niederschwelligen Zugang für die individualisierte Gesellschaft zu fördern und zu errichten. In unserem Gesellschaftssystem liegt die Gestaltung dieser Orte eigentlich bei der Politik und der Verwaltung.

Demokratie als Bauherr*in: Wer ist verantwortlich für die Qualität, Innovation, Raumprogramme, Verteilung und Finanzierung der kulturellen und öffentlichen Gemeinschaftsbauten in Österreich? Werden diese bedeutenden Aufgaben heute ausreichend erfüllt, oder bedarf es Weiterentwicklungen für die Zukunft? Benötigen wir neue Typologien? Wie können bestehende Kulturbauten für die Gesellschaft geöffnet und attraktiver gemacht werden? Wie können wir dem Bildungsauftrag neue Impulse geben?

Sprecher*innen: 
Eva Blimlinger, Sprecherin der Grünen für Kunst und Kultur
Rupert Halbartschlager, Plattform Baukulturpolitik
Christian Kühn, Professor am Institut für Architektur und Entwerfen, TU Wien
Bernhard Sommer, Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland

Konzeption und Moderation: Ralf Bock, Architekt

Dienstag, 4. Juni 2024, 19:00
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
zur Veranstaltung

➔ Save the Date

 

Vorstandssitzung und
Sommerfest der IG Architektur


19.06.2024, 17:00 Vorstandssitzung / ab 19:00 Sommerfest
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Die IG Architektur lädt einmal pro Monat zur offenen Vorstandssitzung ein. Im Juni feiern wir außerdem gemeinsam das Sommerfest. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Am 19. Juni laden das Team und der Vorstand der IG Architektur alle Mitglieder und Interessierten zur Vorstandssitzung und zum legendären Sommerfest ein. Wir möchten euch treffen, uns austauschen, euch kennenlernen und einen netten Abend verbringen. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Mittwoch, 19.06.2024
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

17:00 Vorstandssitzung mit anschließendem Sommerfest

➔ Bericht

 

Ateliers on Demand erfolgreich gestartet


Fabian Wallmüller

Produktive Symbiose zwischen Akademischer Lehre und beruflicher Praxis: Andres Schenker, Ute Schneider, Paul Guderian und Vincent Clarence Wildhirt (v. l. n. r.) diskutierten am 22.04.2024 die Potenziale des neuen IG Architektur-Programms „Ateliers on Demand“. Foto: Rubina Kaiser

Neue Orte für Diskurs, Netzwerkbildung und Austausch zwischen Architekturstudierenden und Architekturbüros: Das Programm "Ateliers on Demand" der IG Architektur vermittelt Architekturstudierenden in Wien leerstehende Arbeitstische in Wiener Architekturbüros zur Nutzung als kollektive, studentische Ateliers – temporär, kostenfrei und ohne Gegenleistung. Am 22. April wurde das Programm mit einem Kick-off-Event an der TU Wien erfolgreich gestartet. 

Freude am Diskurs, Teamfähigkeit, Netzwerken: Wie können Architekturstudierende diese für den Start in den Beruf so wichtigen Kompetenzen bereits im Studium erwerben? Und wie kann die vielfach kritisierte Trennung zwischen Architekturstudium und beruflichem Alltag überwunden werden? Diese Fragen standen im Zentrum einer Podiumsdiskussion, die im Rahmen des Kick-offs von Ateliers on Demand am 22. April an der TU Wien stattfand. Ute Schneider (Professorin für Städtebau, TU Wien), Andres Schenker (Schenker Salvi Weber Architekten, Wien), Paul Guderian (Fachschaft Architektur, TU Wien) und Vincent Clarence Wildhirt (Architekturstudent, TU Wien) diskutierten dabei unter Moderation von Katja Puschnik (Vorstand IG Architektur) die diesbezüglichen Potenziale von Architekturzeichensälen, aber auch die besonderen Chancen von Ateliers on Demand.

„Ateliers on Demand ist kein Ersatz zu Architekturzeichensälen“, stellte Rudolf Scheuvens (Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung, TU Wien) zu Beginn fest. Er hielt, so wie auch Maria Megina (Vorstand IG Architektur), eine Vorrede zum Kick-off. „Ateliers on Demand ist der Plan B, der Plan A sind die Architekturzeichensäle“, pflichtete ihm Andres Schenker bei und hob gemeinsam mit Ute Schneider, Paul Guderian und Vincent Clarence Wildhirt die Vorteile von Zeichensälen hervor. In diesen „Laboren einer Architekturfakultät“ (Schneider) könnten Studierende Interaktion und Aushandlungsprozesse erlernen, würden Know-how weitergegeben, Entwurfsmethoden ausgetestet und Visionen für das spätere Berufsleben entwickelt. „Es ist empirisch erwiesen, dass Studierende von ihren Kolleginnen und Kollegen mehr lernen als von den Lehrenden“, unterstrich Schneider den besonderen Lerneffekt der Zeichensäle. Zeichensäle seien aber auch Antrieb zur Selbstorganisation und Eigeninitiative, stellte Guderian fest, während aus dem Publikum Marko Jell-Paradeiser (ZT-Kammer Wien/NÖ/Bgld.) den Wert der Netzwerkbildung in den Zeichensälen für den späteren Start ins Berufsleben betonte.

Ähnliche Chancen wie Architekturzeichensäle würde auch das Programm Ateliers on Demand bieten – darin waren sich die Diskutierenden einig. Wobei bei Ateliers on Demand die Vernetzung mit den Architekturbüros als weiterer Aspekt hinzukomme. Ateliers on Demand würden es ermöglichen, „gleichzeitig zu studieren und in den Alltag von Architekturbüros hineinzuschnuppern“ (Guderian) – ein „Best-of-both“ aus Studium und Arbeit, wie Jell-Paradeiser meinte. Besonderes Potenzial für Studierende sahen Schneider und Schenker in der Möglichkeit, mit Ateliers on Demand mehrere Büros nacheinander auszutesten. Schneider: „Man lernt mehr, wenn man verschiedene Wege ausprobiert.“ Schenker Salvi Weber Architekten ihrerseits betreiben seit bereits einem Jahr ein Residency-Programm für Architekturstudierende in ihrem Büro – dieses stand auch Pate bei der Konzeption Ateliers on Demand. Aus eigener Erfahrung konnte Andres Schenker daher auch über die Vorteile berichten, die Ateliers on Demand für Architekturbüros bietet: „Der frische Wind der Studierenden schafft für uns eine Möglichkeit zu hinterfragen, was wir als Büro eigentlich machen.“

„Der Erfolg von Ateliers on Demand ist sicher“, versprach Dekan Scheuvens dem Programm, das in Kooperation mit der TU Wien entwickelt wurde. Die große Zahl der teilnehmenden Architekturbüros scheint dieser Prognose Recht zu geben. Dreizehn Büros haben bis zum Kick-off ihre Teilnahme an Ateliers on Demand zugesagt, einige dieser Büros haben bereits freie Plätze auf der Offenen Mailingliste der IG Architektur inseriert. Die Laufzeit des Programms ist unbegrenzt, eine Teilnahme jederzeit möglich.

Ein Programm in Kooperation mit der TU Wien mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien.

      
 
Jetzt mitmachen!
Kick-off-Event nachsehen!

➔ Save the Date

 

Vectorworks
Anwender*innen-Treffen


24.06.2024, 18:00 
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Du verwendest Vectorworks und hast Lust auf einen Austausch? Dann komm vorbei zum Vectorworks Anwender:innen-Treffen!

Alle Vectorworks Anwender*innen und die, die es noch werden wollen, sind jedes Monat zum Austausch herzlich eingeladen! Das gegenseitige „Über-die-Schulter-Schauen“ hat den Vorteil, aus Arbeitsweisen der anderen zu lernen, das eigene Wissen zu vertiefen und leichter mit Vectorworks zu arbeiten.

Nächstes Treffen: Montag 24. Juni 2024, 18:00
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
zur Veranstaltung

➔ Rückblick

 

Jetzt online:
Vom Bau zum Umbau.
Ein Symposium zur Bauwende
Teil 1: Raum und Boden


Veranstaltet in Kooperation von IG Architektur und ÖGFA am 24.11.2023

Ende 2023 veranstalteten ÖGFA und IG Architektur das Symposium "Vom Bau zum Umbau. Ein Symposium zur Bauwende". Das Video des ersten Teils zum Thema Raum und Boden ist nun auf YouTube verfügbar. Foto: eSeL.at – Joanna Pianka

Am 24. November 2023 fand das Symposium „Vom Bau zum Umbau. Ein Symposium zur Bauwende“ im Festsaal der alten WU statt. Der erste Teil der Veranstaltung zum Thema Raum und Boden ist nun auf YouTube online verfügbar. Die beiden weiteren Teile folgen in den kommenden Newsletter-Ausgaben.

In seiner Keynote mit dem Titel „Warum wir nicht nur unsere Gebäude umbauen müssen“ unterstrich Werner Sobek die Dringlichkeit des Handelns angesichts des Klimanotstands. Basierend auf seinem dreibändigen Werk „non nobis – über das Bauen in der Zukunft“ zeigte Sobek in klar verständlichen Grafiken Zukunftsszenarien auf. Gerade in der Zone zwischen dem 20. und 40. Breitengrad wird die globale Erwärmung am stärksten sein – diese Zone ist gleichzeitig elementar ist für die Nahrungsvorsorge und Heimat von Milliarden Menschen. Klimawandel bedeutet hier radikale Reduktion der Bewohnbarkeit und große Migrationsströme. Wie können Architekt*innen und Ingenieur*innen hier handeln, um das Schlimmste zu verhindern und eine (Bau-)Wende zu erreichen? Durch ihre ureigenen Talente: Das Arbeiten mit Zukunftsszenarien, und konkret durch die intelligente Reduktion von Baustoffen und CO₂-Emissionen.

Teil 1: Raum und Boden
Der erste Vortrags-Block widmete sich dem Thema „Raum und Boden“: Wie kann hier auf raumplanerischer und politischer Ebene ein Umdenken erreicht werden, wie können Bodenversiegelung und Zersiedelung eingedämmt werden? Lässt sich eine landesweite Bodenstrategie realisieren, die wirklich funktioniert? Welche Rolle spielen Planer*innen dabei?

Karoline Mayer, Kuratorin am Architekturzentrum Wien (Az W), berichtete über Erkenntnisse und wesentliche Fakten aus der umfangreichen Recherche zur Ausstellung „Boden für alle“: über Unterschiede zwischen Bodenverbrauch und Bodenversiegelung, Probleme der Baulandhortung, enorme Gewinne durch Umwidmung und Spekulation, steigende Bodenpreise, die Bedrohung der Ernährungssicherheit, die rechtlichen, ökologischen und ökonomischen Aspekte des Bodens – aber auch über die Resonanz und Rezeption der Ausstellung, die seitdem durch viele österreichische Bundesländer tourte.

Sibylla Zech und Ulrich Blanda (Büro stadtland, TU Wien) brachten in ihrem Vortrag „Vom Umbauen und Nichtbauen“ die Perspektive der Raumplanung und Raumordnung ins Spiel. Innenentwicklung und Stärkung der Ortskerne: Diese werden in vielen Planungszielen und politischen Absichtserklärungen formuliert, aber wie lassen sie sich konkret umsetzen? Beispiele aus Forschung und Praxis in ganze Österreich, vom Pielachtal bis Ober-Grafendorf, zeigen, wie aktive und schonende Bodenpolitik betrieben werden kann. Zukunftsperspektiven und Handlungsfähigkeit machen Mut.

Elias Molitschnig vom Amt der Kärntner Landesregierung (heute zuständig für Architektur, Baukultur und Denkmalschutz im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport) beleuchtete unter dem Titel „Baukultur = Bodenschutz“ das Thema aus Sicht der Politik und Verwaltung. Kärnten, das als erstes Bundesland baukulturelle Leitlinien beschloss, agiert hier proaktiv und engagiert. Stärkung der Orts- und Stadtkerne durch Baulandmobilisierung und Leerstandsaktivierung sowie die Förderung verdichteter Bauformen werden hier konsequent verfolgt, Planungswettbewerbe ermöglichen Best-Practice-Beispiele. Besonders wichtig und erfolgreich: Die Bürger*innenbeteiligung und die Weiterbildung der Verantwortlichen in den Gemeinden, hier durch den Lehrgang „Baukultur und Raumplanung“.

In der anschließenden Podiumsdiskussion (Moderation: Eva Schmolmüller) wurden mit den Vortragenden sowie mit Cedric Fritz (architects4future) und Andreas Hacker (Stadt-Umland-Management Wien/Niederösterreich) die Dringlichkeit des Handelns und die konkreten Erfahrungen aus der Praxis noch einmal weiter vertieft und ergänzt.

Symposium Teil 1 nachsehen!

➔ Veranstaltungshinweis

 

Ausstellungsführung
PROTEST/ARCHITEKTUR


26.05.2024, 16:30
MAK – Museum für angewandte Kunst

Proteste müssen stören, sonst wären sie wirkungslos. Wenn Protestbewegungen in den öffentlichen Raum ausgreifen und sich dort fortsetzen, wenn sie ihn blockieren, erobern und schützen, dann entsteht Protestarchitektur.

MAK-Website
IG Architektur
Gumpendorfer Straße 63 B
1060 Wien

+43 (0)1 408 93 60
redaktion@ig-architektur.at
www.ig-architektur.at

Instagram
Facebook
News
Mitglied
Mailinglist
Want to change how you receive these emails? You can update your preferences or unsubscribe from this list.
 
©2023 — IG Architektur. All rights reserved
 






This email was sent to michaela.geboltsberger@gmail.com
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
IG Architektur · Gumpendorferstr. 63B · Wien 1060 · Austria

  • September 2026
    MTWTFSS
      1 2 3 4 5 6
    7 8 9 10 11 12 13
    14 15 16 17 18 19 20
    21 22 23 24 25 26 27
    28 29 30    

    Über uns

    Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.

    Monatlichen Newsletter

    hier anmelden

    Monatlichen Newsletter

    hier anmelden

    Mailingliste/Forum

    Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander

    Mitglied werden

    Du bist Architekturschaffende*r und möchtest Mitglied werden? Dann schreib uns

    Partner*in werden

    Bist du an einer Kooperation mit der IG Architektur interessiert? Melde dich bei uns

    Kontakt

    kommunikation@ig-architektur.at
    T +43 670 4032739
    Gumpendorfer Straße 63B
    1060 Wien