Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.
➔ Veranstaltung der IG Architektur
ig_am wort: Stadtlandschaft –Gestalt finden für eine menschengerechte Stadt
06.09.2023, 19:00 Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
In der neuen Reihe ig_am wort: Stadtlandschaft werden Expert:innen und am Planungsprozess beteiligte Personen eingeladen, über Gestaltungsprozesse von gebauten Lebensräume zu sprechen.
Die Diskussionsreihe knüpft an den im letzten Jahr begonnen Dialog zu dem Thema „Reden wir über Baukultur“ an und führt diesen mit interdisziplinären Gesprächen weiter. Es werden Expert:innen und am Planungsprozess beteiligte Personen eingeladen, über Gestaltungsprozesse unserer gebauten Lebensräume zu sprechen. Was können wir beitragen, dass alle Bewohner:innen sich als Teil davon verstehen? Die Stadt ist in ihrem sozialen Gefüge in ständiger Veränderung. Wir fragen uns, wie wir im Städtebau vom statischen Prinzip zum dynamischen Denken kommen.
Bauen schafft sehr langlebige Strukturen für die Menschen, entscheidet über ihre emotionale Bindung und Vernetzung zu ihrem Umfeld und welche Möglichkeiten sie haben sich dort einzurichten. Ein Gebäude und ein Quartier rechnet sich volkswirtschaftlich, je länger es aktiv benutzt wird. Dazu gibt es viele Beispiele in Wien – Learning from the past.
Sprecher:innen: Impulsreferat: Gabu Heindl Podium: Thomas Madreiter - Planungsdirektor Stadt Wien Christa Reicher - RWTH Aachen - Städtebau und Entwerfen Georg Scherer - Blog Wienschauen Bernhard König - Geschäftsführer green4cities, Landschaftsarchitektur & Engineering Moderation: Ralf Bock
IG Architektur bei Open House: Das gute Leben in der Stadt
09.–10.09.2023 eine Kooperation mit Open House
Die IG Architektur hat neun Planer:innen eingeladen, ihre Projekte für eine soziale Stadt zu präsentieren und mit den Besucher:innen von Open House am 9. und 10. September in einen Dialog zu treten. Postkartensujet IG Architektur: Tex Rubinowitz
Die IG Architektur lädt im Rahmen von Open House mit einem eigenen Trail: IG Architektur Dialog – das gute Leben in der Stadt zum Dialog zwischen Bewohner:innen, Planer:innn, Bauherr:innen und Interessierten ein. Wir sehen uns den Bestand in der Stadt gemeinsam an und welchen Beitrag Architektur zum guten Leben für alle leisten kann. Klimaschutz, leben und arbeiten unter einem Dach und der sorgsame Umgang mit dem Bestand, sind programmatische Schwerpunkte im Netzwerk der IG Architektur. Wie können wir gemeinsam die Stadt und den öffentlichen Raum voranbringen, um ihn für uns noch besser nutzbar zu machen?
Die IG Architektur hat dafür neun Planer:innen eingeladen, ihre umgesetzten Beiträge zu präsentieren und darüber mit den Besucher:innen von Open House zu plaudern. Mit: Abendroth Architekten, baukult ZT GmbH, Sandbichler Architekten, Architekt Bienert, GHEORGHE strategy.architecture.research, atelierhess, Matthäus Wagner, Rataplan, zeininger architekten
Buchpräsentation: Klein-Berlin in Groß-Prag“ von Lenka Kerdová
14.09.2023, 19:00 Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
Dem Einfluss des deutschen Kulturumfelds in Tschechien ist die Kunsthistorikerin Lenka Kerdová nachgegangen. Sie hat zahlreiche Häuser, die zwischen den beiden Weltkriegen in Prag von deutschsprachigen Architekten entworfen wurden, aufgearbeitet.
Woran denken wir, wenn wir über deutsche Architektur und den Einfluss des deutschen Kulturumfelds in Tschechien sprechen? Diese Frage stellte sich Lenka Kerdová zu den zahlreichen Häusern, die zwischen den beiden Weltkriegen in Prag von deutschsprachigen Architekten entworfen wurden. Sie stellte es sich nicht als einen einheitlichen Block vor, im Gegenteil, sie versuchte nach Unterschieden zwischen den Arbeiten deutschsprachiger Architekt:innen in Prag zu suchen, die sich aus deren unterschiedlicher Herkunft, Ausbildung und Ambitionen sowie aus den unterschiedlichen Ansprüchen ihrer Klientel ergaben. Wie unterscheidet sich die deutsche Architektur im Prag der Zwischenkriegszeit von den Gebäuden der tschechischen Mehrheit? Warum wirkt sie konservativer als der tschechische Funktionalismus? Wo ist ihr Platz im Kontext deutscher und mitteleuropäischer Städte?
Lenka Kerdová ist ein aufschlussreiches und spannendes Buch unter dem Titel „Klein-Berlin in Groß-Prag, die Prager Architektur deutschsprachiger Architekten in der Zwischenkriegszeit“ gelungen, das sich mit modernsten Forschungsansätzen von nationalen Traumata freimacht.
Im Anschluss an die Buchpräsentation in der IG Architektur findet eine Diskussion mit der Historikerin Ines Koeltzsch statt.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt
Wider die Logik des Krieges: Die Kyiv Biennale beginnt im Oktober 2023
Eröffnung 17.10.2023 Augarten Contemporary, Scherzergasse 1A, 1020 Wien
Die fünfte Ausgabe der Kyiv Biennale wird international sein und in Kyiv, Iwano-Frankiwsk, Uschhorod, Berlin, Wien und Warschau stattfinden. Die IG Architektur unterstützt das Ausstellungsprojekt in Wien als enge Kooperationspartnerin.
Angesichts des brutalen russischen Angriffs auf die Ukraine schien die Möglichkeit eines umfassenden Biennale-Projekts in Kyiv lange Zeit mehr als ungewiss, wenn nicht gar undenkbar. Doch die Kyiv Biennale 2023 wird stattfinden. Im Oktober startet mit Auftakt in Kyiv und Wien, dem Hauptausstellungsort, eine Serie von Eröffnungen, die 2024 in Berlin endet. Konzipiert ist die Biennale als europäisches Ereignis, das in Zusammenarbeit mit führenden europäischen Institutionen im Bereich der zeitgenössischen Kunst realisiert wird – mit Ausstellungen, Diskursveranstaltungen und öffentlichen Programmen in einer Reihe von ukrainischen und Städten in der EU.
Die Intention der Kyiv Biennale 2023 ist es, die ukrainische Künstler:innengemeinschaft, die durch den Krieg geteilt und über ganz Europa verstreut ist, wieder zu integrieren und deren Akteur:innen zu befähigen, gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen über die kulturellen, sozialen und ökologischen Herausforderungen, denen sich die Ukraine derzeit gegenüber sieht, zu arbeiten und zu reflektieren, gleichzeitig aber schon jetzt Bilder und Szenarien für eine offene und emanzipatorische Zukunft des Landes und seines kulturellen Feldes in einem globalen Kontext zu entwerfen.
Die Kyiv Biennale 2023 wird vom Visual Culture Research Center Kyiv in Zusammenarbeit mit tranzit.at (Wien), tranzit.org (Bratislava, Budapest, Bukarest, Cluj, Iași, Prag und Wien), dem Museum für Moderne Kunst in Warschau, dem Museum Crisis Center (Lwiw), Other Edges, Dovzhenko Center (Kyiv), Asortymentna Kimnata (Iwano-Frankiwsk) und Sorry, No Rooms Available (Uschhorod) in einem kuratorischen Konsortium konzipiert und organisiert und von der IG Architektur inhaltlich und organisatorisch unterstützt.
Die Eröffnung findet am 17.10.2023 im Augarten Contemporary (Scherzergasse 1A, 1020 Wien) statt.
Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.
Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander