Newsletter Januar 2023

Monatlicher Newsletter der IG Architektur - Jänner 2024

Monatlicher Newsletter der IG Architektur

Jänner 2023
Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.

➔ Einladung der IG Architektur 

 

Generalversammlung und Open Bar der IG Architektur 

31.01.2024 ab 18:30 (realer Beginn 19:00)
20:00 Open Bar
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Die Generalversammlung ist eines der wichtigsten Organe der IG Architektur. Es werden die Tätigkeiten des vergangenen Jahres präsentiert und die zukünftigen Pläne vorgestellt. Foto: Sommerfest 2023 der IG Architektur, © IG Architektur

Die IG Architektur lädt alle Mitglieder und jene, die es werden möchten, zur ordentlichen Generalversammlung ein. Wir werden euch unsere Tätigkeiten aus dem Vorjahr präsentieren und die zukünftigen Pläne vorstellen. Lasst uns anstoßen und das neue Jahr gemeinsam begrüßen!

Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Zeit: Mittwoch, 31.01.2024, ab 18:30 (realer Beginn 19:00), Open Bar ab 20:00 bis Open End

Sollten um 18:30 nicht die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein, erlangt die Generalversammlung nach einer Wartefrist von 30 Minuten ihre Beschlussfähigkeit (kleiner Hinweis: Das heißt, dass der reale Beginn um 19:00 ist).

Um Anmeldung wird gebeten: 
hier anmelden

➔ Einladung

 

Termine Vorstandssitzungen und Open Bars für das erste Halbjahr 2024

Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Der Vorstand der IG Architektur freut sich, alle Interessierten zu den monatlich stattfindenden Vorstandssitzungen und den anschließenden Open Bars einzuladen. Merkt euch die Termine für das erste Halbjahr vor!

Jedes Monat laden das Team und der Vorstand alle Mitglieder und Interessierten zu den Vorstandssitzungen und den Netzwerktreffen – den sogenannten Open Bars – ein. Wir freuen uns, wenn ihr auch weiterhin vorbeikommt und euch austauscht!

Unsere Termine für das erste Halbjahr 2024:

14.2. Vorstandssitzung Februar 
13.3. Vorstandssitzung März 
17.4. Vorstandssitzung April
15.5. Vorstandssitzung Mai
19.6. Vorstandssitzung Juni mit anschließendem Sommerfest

Die Vorstandssitzungen finden jeweils 17:00-19:00 statt, mit anschließender Open Bar bis Open End.

➔ Job

 

Organisatorische Leitung gesucht!

Lust, im Büro der IG Architektur mitzuarbeiten? Dann bewirb dich jetzt als Organisatorische:r Leiter:in!

Wir suchen eine engagierte, teamfähige Person mit ausgeprägten Organisations- und Netzwerkfähigkeiten und Interesse für Architekturbelange.

Wir suchen ehestmöglich eine organisatorische Leitung, die in alle organisatorischen Belange des Vereins involviert ist und – gemeinsam mit der Programmleitung – die Aktivitäten und Programme auf Augenhöhe mit dem Vorstand umsetzt. Die Person sollte engagiert, teamfähig, mit ausgeprägten Organisations- und Netzwerkfähigkeiten und Interesse für Architekturbelange sein. Bewerbungen sind bis 25.02.2024 möglich!
weitere Informationen

➔ Rückblick

 

Die produktive Stadt – ein Reallabor zwischen Wien und Charkiw

Lukas Schumacher, Johannes Zeininger

Wien und Charkiw, zwei Städte, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, arbeiteten anlässlich der Kyiv Biennale in einem gesamteuropäischen Setting zum Thema produktive Stadt zusammen. ​In einem in Wien und Charkiw eingerichteten Reallabor tauschten sich Planer:innen aus der Ukraine mit Kolleg:innen aus Österreich in einem hybriden Raum als gemeinsamer Arbeitsstätte aus. Eine Fortführung des Dialogs ist bereits vereinbart. Abbildung © IG Architektur

Im Rahmen der Kyiv Biennale, die von Oktober bis Dezember 2023 zu Gast in Wien war, wurde ein in Wien und Charkiw verortetes Reallabor eingerichtet, in dem Planer:innen aus der Ukraine mit Kolleg:innen aus Österreich in einem hybriden Raum als gemeinsame Arbeitsstätte zusammenarbeiteten.

Was heißt „produzieren“ in einer postindustriellen Gesellschaft auf der Suche nach einer ausgeglichenen Lebensweise in der Dichte der komplexen Stadt? Was können Erfahrungen kollektiver Bedrohungen und gemeinschaftlicher Antworten darauf beitragen, um unsere Städte in Zukunft hier und dort so zu verändern, dass ein gutes Leben für alle verstärkt möglich wird? Diese Themen sowie damit in Verbindung stehende Subthemen wurden in fünf Arbeitssitzungen des Reallabors aufgegriffen, analysiert, Grundlagen für Lösungsansätze erarbeitet und die Ergebnisse der Aktion ad hoc in der Ausstellung der Kyiv Biennale in Wien dokumentiert.

Irreal die Szenerie der Online Sessions: Hier ein dem Schlaf entrissenes Museum im wunderschönen, friedlichen Augarten in Wien, dort ein abgedunkelter Medienraum im laufend unter Beschuss stehenden, teilweise zerstörten Charkiw, nicht weit von der russischen Grenze entfernt. Geradezu absurd, in diesem Setting über Themen wie Productive Cities zu diskutieren.

Begonnen wurde jeweils mit einer vorsichtigen Frage der Wiener Kolleg:innen: Wie geht es Euch auf der anderen Seite des Tisches, angesichts der akuten Bedrohung und Zerstörung? Tatsächlich entstand ein Dialog in unerwartet entspannter, anregender Weise, vom Austausch historischer lokaler Fakten und Berichten von eigenen Arbeiten und Projekten bis hin zu städtebaulichen Fragestellungen und Aufgaben in beiden Städten mit intensiven Diskussionen zu Ideen, Lösungsansätzen und zu Entwicklungen für die Zukunft der Städte, über aktuelle Bedrohungsszenarien hinaus.

Das Gesamtergebnis wird zurzeit in einer „Digitalen Skulptur“ manifestiert. Eine Fortführung des Dialoges ist bereits vereinbart. Ein Besuch in einem friedlichen, nicht weiter zerstörten Charkiw ist Hoffnung und konkretes Ziel zugleich.

Das Programm wurde von der Kammer der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen und der Ziviltechniker:innen für Wien, Niederösterreich und Burgenland unterstützt

Website Kyiv Biennale

➔ Rückblick

 

Woher kommt die Wärme/ Kälte ab 2030 in der Stadt?

Johannes Zeininger

Woher kommt die Wärme/ Kälte ab 2030 in der Stadt? ist eine dreiteilige Reihe der IG Architektur und fand erstmals im November 2023 statt. Es wurde sichtbar, dass es auch weiterhin gilt, architektonisches Handeln und gängige Konventionen weiterzuentwickeln und neue Ansätze zu schaffen. Die Veranstaltungsreihe wird 2024 fortgeführt. Foto © IG Architektur

Wie kann der Energiehaushalt einer Stadt klimagerechter, dekarbonisiert und sozial verträglich ausgerichtet werden? Welche planerischen Strategieanpassungen sind dafür in der architektonischen Arbeit notwendig?

Dies waren Fragen des ersten Bausteins der dreiteiligen Reihe "Woher kommt die Wärme/ Kälte ab 2030 in der Stadt?", stattgefunden am 28. November 2023 in der IG Architektur. Die Transformation dazu hat längst begonnen, mit von der Zivilgesellschaft getragenen Initiativen wie beispielsweise der Schweizer Gruppe „Countdown 2030“ oder der Gründung eines „Klimarechnungshofs“ in Wien.

"Woher kommt die Wärme/ Kälte ab 2030 in der Stadt?" startete mit Roger Hackstock, Sprecher der Dachorganisation „Haus der Erneuerbaren Energie“, mit Edith Haslinger, Expertin des AIT für die Nutzung von Geothermie, und mit Johannes Fechner, Mitorganisator von Hauskunft, einer neuen Beratungsstelle der Stadt Wien zur nachhaltigen Sanierung von Wiens Gebäudebestand. Dabei wurde in Kurzvorträgen ein Überblick zur aktuellen technologischen, wirtschaftlichen und normativen Situation gegeben, aber auch die dynamische Entwicklung der in Verbänden organisierten Produzent:innen von nachhaltiger Energie und einschlägiger Anlagen- und Gerätetechnik veranschaulicht. Ein Überblick zur Nutzung von geothermischen Techniken zeigte das Potential für den eingeleiteten Energiewandel in allen Maßstäben auf. Die Beiträge verdeutlichten aber auch, wie es der Politik, angestoßen von EU-geförderten Initiativen, möglich wird, mit zielgerichteten Beratungsstellen und Qualitätsplattformen Hilfestellungen im Transformationsprozess der gebauten Umwelt anzustoßen. 

​Diesem Intro folgten architektonische Positionierungen von Ursula Schneider, Georg Reinberg und Peter Thalbauer, in deren Arbeiten nachhaltige energetische Ansätze seit Jahrzehnten beispielgebend integriert sind. Grundtenor der Statements war dabei der Hinweis, dass eine dekarbonisierte Bauweise und der nachhaltige Betrieb von Gebäuden wesentlich mit dem Bewusstsein und dem sozialen Setting der Nutzer:innenschaft in Relation zu stellen sind. Hier gilt es, architektonisches Handeln laufend weiterzuentwickeln, gängige Konventionen zu hinterfragen und neue Ansätze zu entwickeln.

zur Veranstaltung

➔ Kommentar

 

EU-Taxonomie

von Kilian Mattitsch

Die EU-Taxonomie-Verordnung der Europäischen Kommission ist seit 2022 in Kraft. Welchen Einfluss hat dieses Regelwerk auf die Architektur? Foto © Kilian Mattitsch, Montage: Martin Hess. 

In einem Essay über bevorstehende klimatische Veränderungen betont der Schriftsteller Jonathan Franzen die Bedeutung gesellschaftlicher Institutionen zur Bewältigung eines einmal eingeschlagenen Weges. In einem weiteren Artikel im amerikanischen Harper’s Magazine wird angemerkt, dass sich globale Produktionsstätten aufgrund hervorragender EU-Standards an europäischen Regularien halten, auch wenn ihre Produkte gar nicht für diesen Markt bestimmt sind – eine globale Vorbildwirkung?

Gerade erreicht so ein Regelwerk einer Institution unser Berufsumfeld. Die EU-Taxonomie-Verordnung der Europäischen Kommission, seit 2022 in Kraft, beinhaltet drei wesentliche Bausteine:

1. Die Lenkung zu nachhaltigem Wirtschaften wird durch Einflussnahme auf die Kapitalströme – schlicht über Geld – dafür sorgen, dass nur jene Unternehmungen über entsprechende Mittel (# Kreditzinsen) verfügen bzw. am Markt ankommen (# institutionelle Investoren), welche den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommen 2015 (Erderwärmung 2050 max. 2 Grad Celsius) über die Senkung der Treibhausgasemissionen auf Netto-Null (EU Green Deal 2019) entsprechen.
2. Ein Klassifizierungssystem definiert in Form einer Deklarationspflicht, wie unsere Tätigkeiten im Sinne der Zielsetzung aussehen müssen.
3. Ein Top-Down Roll-Out ist im Laufen. Ab 2025 ist jede größere Baufirma betroffen, und durch die Einbeziehung von Lieferketten dann letztendlich alle an der Produktion beteiligten.

Generell sind 9 Sektoren adressiert, wobei Architekturschaffende vor allem der Sektor Baugewerbe und Immobilien betrifft. Ein Bauprojekt muss sich mit einem wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines der sechs definierten Umweltziele deklarieren. Das vierte Ziel, der Übergang zur Kreislaufwirtschaft, ist auf unseren Sektor zugeschnitten. Es beinhaltet neben dem offensichtlichen Thema der Kreislaufwirtschaft auch sogenannte DNSHs (Do no significant harm) der anderen Ziele – z.B. den Erhalt von Ökosystemen. Wie Ende Oktober von der Kommission nachgeschärft wurde, ist damit jede Wiese gemeint – Bauland hin oder her.

Die Dringlichkeit der EU-Taxonomie-Verordnung veranschaulicht übrigens der aktuelle Erdüberlastungstag in Österreich: Es ist der 6. April.

➔ Veranstaltungshinweis

 

Symposium Kern-Band-Netz-Stadt

29.01. – 30.01.2024
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Die TU Wien (Forschungsbereich Städtebau) organisiert von 29.01. bis 30.01.2024 das Symposium „Kern-Band-Netz-Stadt“, in den Räumen der IG Architektur, bei dem die Ergebnisse von zwei Lehrveranstaltungen präsentiert werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen als Gäste teilzunehmen

Am Montag, 29.01. und Dienstag, 30.01.2024 findet das Symposium „Kern-Band-Netz-Stadt“ in den Räumlichkeiten der IG Architektur statt, das von der TU Wien Forschungsbereich Städtebau organisiert wird. Die Ergebnisse von zwei Lehrveranstaltungen der TU Wien „Kern-Band-Netz: Wiener Dörfer in Transdanubien“ (Wahlseminar) und „Band-Netz-Stadt: Siedlungsstruktur und Linearität in Transdanubien“ (Integratives Entwerfen) werden an zwei Tagen in unterschiedlichen Formaten präsentiert. Zusätzlich gibt es mehrere Inputs von lokalen und internationalen Gästen. Dieses Symposium, sowie die Lehre selbst, laufen in Symbiose mit dem EU-geförderten Driving Urban Transitions Forschungsprojekt EMC2 (emc2-dut.org) zur 15 Minuten Stadt in peripheren Lagen. Im Zuge der anschließenden Ausstellung der Ergebnisse gibt es auch abends noch die Möglichkeit, die Projekte in Augenschein zu nehmen und mit den Studierenden zu diskutieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an diesem zweitägigen Event in der IG Architektur teilzunehmen.

zur Veranstaltung
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Gumpendorfer Straße 63 B
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