Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.
Die Liste IG Architektur hat auch in den kommenden Jahren viel vor in der Kammer. Berufspolitische Interessen stehen dabei ebenso im Fokus wie gesellschaftspolitische Themen und die Umsetzung langfristiger Visionen. Abbildung: Fanny Arnold
Die Liste IG Architektur tritt am 21. Mai 2026 zum fünften Mal zur Wahl in der ZT-Kammer Ost für Wien, Niederösterreich und Burgenland an. Das Wahlprogramm der Liste IG Architektur geht über die Vertretung berufspolitischer Interessen und über die Dauer von vier Jahren Funktionsperiode weit hinaus. Wir wollen den 2022 begonnenen Weg gemeinsam weitergehen. KammON!
Eine Kammer, die für alle da ist: KammON! Die Liste IG Architektur konnte seit den letzten Kammerwahlen 2022 erstmalig die ZT-Kammer Ost leiten und personell neu aufstellen. Auch das Kammerbudget, das verschuldet und ohne funktionierende Buchhaltung übernommen wurde, wurde saniert. Die Zusammenarbeit mit anderen Listen in der Kammer wurde verbessert, die Beziehungen zwischen Architekt*innen und Ingenieur*innen, zur Bundeskammer und zu anderen Länderkammern auf eine neue, konstruktive Basis gestellt. Jetzt gilt es, mit den neu geschaffenen Strukturen zu arbeiten und langfristige Vorhaben umzusetzen: die weitere Öffnung der Kammer für Newcomer*innen, die Förderung von Frauen, die Anerkennung von alternativen Zugängen zur Befugnis. Auch eine Strukturreform der Kammer hin zu einer einzigen Kammer für Ziviltechniker*innen in Österreich ist ein wichtiges Ziel.
Die Kammer sichtbar machen: KammON! Die Kammer konnte sich in den letzten Jahren aktiv in zahlreiche gesellschaftspolitische Themen einbringen: Leistbarkeit, Boden, Klima und gesellschaftlicher Ausgleich. Eine starke mediale Präsenz der Kammer war die Folge. Diese soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Durch die Einrichtung neuer Stabstellen soll die Kammer in Zukunft in der Lage sein, auf tagesaktuelle Themen unmittelbar zu reagieren und den Diskurs bei fachpolitischen Themen mitgestalten zu können. Synergien mit Medien, Institutionen der Architekturvermittlung und Universitäten sollen genutzt werden, um die Kammer in den Bereichen Forschung und Fachdiskurs stark zu positionieren. Dadurch soll nicht zuletzt das politische Gewicht der Kammer bei der Durchsetzung berufspolitischer Interessen gestärkt werden: etwa bei der Bekämpfung fragwürdiger Verfahren oder der Entwicklung eines EU-Modells gegen Totalunternehmerausschreibungen.
Widerstand und Verantwortung: KammON! Gerade aufgrund Druck der Kammer bei zahlreichen Missständen konnte die Zusammenarbeit mit der Stadt Wien zuletzt deutlich intensiviert werden. Verfahrensdauern konnten verkürzt, Vereidigungsfeiern neugestaltet, gemeinsame Publikationen erarbeitet und ein Prozess zur Reform von Wohnbauträgerverfahren gestartet werden. In Niederösterreich und dem Burgenland wurden Baukultur-Lehrgänge eingerichtet, die gezielt kleinere Gemeinden erreichen. Gleichzeitig bleibt es wichtig, klar Positionen zu beziehen: für eine Stärkung des Architekturwettbewerbs, für den freien Zugang zum geförderten Wohnbau für alle Architekturbüros, gegen fragwürdigen Vergabeverfahren, für die Förderung von Baukultur und Gestaltungsbeiräten. Auf europäischer Ebene gilt es sich zu solidarisieren, um Software-Mietmodelle abzuschaffen.
Für die Zukunft des Berufs und der Gesellschaft: KammON! Leistbares Wohnen und eine klimagerechte Zukunft sind kein Widerspruch. Wesentliche Publikationen konnten dazu in den letzten vier Jahren durch die Kammer erarbeitet werden. Auch heute drängen wichtige Themen: die Förderung des Umbaus von Bestand, etwa durch eine einzige Umbau-Ordnung für Österreich; die Erarbeitung eines Gebäudetyps E bzw. rechtssicherer Regeln für gleichwertiges Abweichen; die angemessene Honorierung von Planung zur Erreichung von Leistbarkeit und Klimazielen; die Einrichtung einer einzigen Datenbank für generische Ökobilanzdaten für Österreich; der Umgang mit KI und entsprechende Fortbildungsangebote zu den Themen Urheberrechte, Haftung und Wissensarchiv. Wir bleiben dran.
Die Liste IG Architektur hat viel vor – nütze am 21. Mai deine Stimme!
Vorwahlparty der Liste IG Architektur Datum: Mittwoch, 13.05.2026 Beginn: ab 19:00 Uhr Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63 B, 1060 Wien
➔ Kammerwahl 2026: Einladung
Vorwahlparty der Liste IG Architektur
Was sind eure Visionen und Sorgen? Reden wir darüber! 13. Mai 2026, 19 Uhr, IG Architektur
Die Liste IG Architektur hat auch in den kommenden Jahren viel vor in der Kammer. Was sind Eure Sorgen und Visionen? Wofür soll sich die Liste IG Architektur in der Kammer stark machen? Reden wir darüber bei der Vorwahlparty der Liste IG Architektur am 13. Mai. KammON! Grafik: Fanny Arnold
Stärkung des Architekturwettbewerbs, Öffnung von Wohnbauverfahren für alle Architekturbüros, Widerstand gegen Totalunternehmerverfahren, Einsatz gegen überlange Genehmigungsverfahren und überbordende Anforderungen, Bekämpfung von Software-Mietmodellen, Förderung von Frauen in der Architektur, Baukultur, Umbauordnung, Gebäudetyp E, Ökobilanzierung, Architektur und KI, eine Kammer für ganz Österreich …
Was sind Eure Sorgen und Visionen? Wo braucht es Unterstützung durch die ZT-Kammer? Und für welche Themen soll sich die Liste IG Architektur in den kommenden vier Jahren in der Kammer stark machen? Reden wir darüber bei der Vorwahlparty der IG Architektur!
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien Zeit: Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr
Die Liste IG Architektur tritt am 21. Mai 2026 zum fünften Mal zur Wahl in der ZT-Kammer Ost für Wien, Niederösterreich und Burgenland an. Das Wahlprogramm der Liste IG Architektur geht über die Vertretung berufspolitischer Interessen und über die Dauer von vier Jahren Funktionsperiode weit hinaus. Wir wollen den begonnenen Weg gemeinsam weitergehen. KammON!
Die Liste IG Architektur hat viel vor – nütze am 21. Mai Deine Stimme!
Veranstaltung der IG Architektur in Kooperation mit der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie 27. Mai 2026, 18 Uhr, IG Architektur
Revitalisierungsprojekt "enna" in 1030 Wien, zukünftiger Standort des Umweltbundesamts. Foto: BDÖ/Katharina Fröschl-Roßboth
Zement und Beton sind zentrale Baustoffe für dauerhaftes Bauen. Beton zählt zu den langlebigsten Materialien der modernen Architektur: Seine hohe Tragfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und der geringe Wartungsaufwand machen ihn unverzichtbar im Bauwesen.
In Wien zeigt sich diese Langlebigkeit eindrucksvoll am Beispiel der frühen Eisenbetonbauten. Was diese Gebäude so außergewöhnlich macht, war Thema eines mehrjährigen Forschungsprojekts. Dieses wird von Anna Wickenhauser, Architektin und Mitglied des Forschungsteams rund um Otto Kapfinger, bei ig_im Detail vorgestellt.
Die Weiternutzung von Gebäuden auch jüngeren Datums und das Bauen im Bestand werden immer wichtiger in Architektur und Planung. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist gerade im Endspurt und wird in den nächsten Monaten bezogen: das Bürogebäude „enna“ an der Erdberger Lände in Wien-Landstraße, das sich als "Work-Life-Building" versteht. Der in den 1980er-Jahren errichtete Betonskelettbau wurde nach Plänen von Hohensinn Architektur revitalisiert. Arch. Karlheinz Boiger wird Einblicke in die doch etwas anderen Arbeitsabläufe geben.
Mit Kurzvorträgen von:
Claudia Dankl & Sebastian Spaun, VÖZ Zement als Fundament unserer modernen Welt
Anna Wickenhauser, Architektin Anatomie einer Metropole – Pionierjahre des Bauens mit Eisenbeton, Wien 1890-1918
Karlheinz Boiger, Hohensinn Architektur enna – Von der Postbusgarage zum modernen und nachhaltigen Workspace
Einleitung & Moderation: Magdalena Lang & Christina Purrer, IG Architektur
Im Anschluss an die Vorträge findet eine Diskussionsrunde statt. Ein spannender Abend für alle, die sich für zukunftsfähiges Bauen interessieren – zwischen Forschung, Planung und Industrie.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien Zeit: Mittwoch, 27. Mai 2026, 18 Uhr
➔ Einladung
Einladung zum Sommerfest
01. Juli 2026, 18 Uhr, IG Architektur
Am 1. Juli feiern wir gemeinsam das IG Architektur Sommerfest. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch! Grafik: IG Architektur
Herzliche Einladung zum Sommerfest der IG Architektur!
Am 1. Juli laden das Team und der Vorstand der IG Architektur alle Mitglieder und Interessierten zum legendären Sommerfest der IG Architektur – mit Essen, Trinken und Musik. Für ausgelassene Stimmung sorgt heuer der Subchor mit einem bunten Gesangsprogramm – auch zum Mitmachen!
Wir freuen uns darauf euch wieder zu sehen, kennen zu lernen, sich auszutauschen und miteinander einen netten Abend zu verbringen. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!
Datum: Mittwoch, 01.07.2026 ab 18 Uhr Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien Special Music Act: Subchor – Auftritt um 19 Uhr
Unterstützt von Trumer Privatbrauerei
➔ Aufruf
Bedrohte Schönheit
Letter of Support zum Erhalt des Poljud-Stadion in Split Fabian Wallmüller
Ein Meisterwerk spätmoderner Architektur: das Poljud-Stadion in Split. Bild: Dalmacija News
Das Poljud-Stadion in der kroatischen Hafenstadt Split, eine Ikone spätmoderner Architektur, ist vom Abriss bedroht. Eine internationale Initiative kämpft nun um den Erhalt und die behutsame Transformation des Bauwerks. Ein Letter of Support kann ab sofort unterzeichnet werden.
Das Poljud-Stadion im gleichnamigen Stadtteil von Split, entworfen vom kroatischen Architekten Boris Magaš und 1979 fertiggestellt, gilt als Meisterwerk spätmoderner Architektur. Von den Einwohner*innen Splits liebevoll „Schönheit von Poljud“ genannt, wurde es mit seiner ikonischen, 215 Meter spannenden Dachkonstruktion rasch zu einem Wahrzeichen der Stadt. Auch international fand das preisgekrönte Bauwerk Beachtung und inspirierte Stadionbauten weltweit.
Als Fußballstadion mit Leichtathletikanlagen errichtet, wurde das Gebäude in der Vergangenheit vor allem durch den lokalen Fußballclub Hajduk Split genutzt. Dessen Anforderungen kann das Stadion heute nur mehr bedingt erfüllen. Die Sitzplatzkapazitäten müssten erhöht und neue Vereins- und VIP-Räume geschaffen werden, die Distanz der Zuschauer*innen zum Spielfeld gilt aufgrund der Leichtathletikanlagen als zu groß. Ein technischer Befund ergab zudem, dass die Konstruktion des beeindruckenden Daches baufällig und nicht sanierbar sei.
Eine im Auftrag der Stadt erstellte Studie empfiehlt nun Abriss und Neubau des als Kulturgut geschützten Bauwerks, auch der Bau eines neuen Stadtteils anstelle des Stadions und dessen Neuerrichtung an einem anderen Ort stehen im Raum. Angesichts einer zunehmend auch politisch aufgeladenen Debatte hat der Bürgermeister der Stadt zuletzt ein Referendum über die Zukunft des Stadions in Aussicht gestellt.
Eine internationale Initiative rund um den kroatischen Architekten Nenad Fabijanić kämpft nun um den Erhalt des Poljud-Stadions. Sie argumentiert, dass dessen Konstruktion sehr wohl sanierbar sei und das Bauwerk an die neuen Erfordernisse angepasst werden könne. Fabijanić hat dazu unlängst selbst eine Machbarkeitsstudie vorgestellt.
Ein von der Initiative verfasster Letter of Support für den Erhalt und die behutsame Transformation des Stadions kann ab sofort unterzeichnet werden – die IG Architektur hat dies bereits getan. Wer den Fortbestand des Poljud-Stadions ebenfalls unterstützen möchte, kann unterzeichnete Letter of Support als PDF an die IG Architektur (organisation@ig-architektur.at) schicken. Alle Letter werden dann gesammelt an die Vertreter*innen der Initiative weitergeleitet.
Österreichischer Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit
Einreichungen sind ab sofort möglich
Foto: Lukas Schaller
Das Wirtschaftsministerium lobt zum neunten Mal den Österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit aus.
Einreichfähig sind Projekte in Österreich, die sich erstmals für den Staatspreis bewerben und zwischen 2023 und April 2026 fertiggestellt wurden. Besonderes Augenmerk wird auf Einreichungen zu Bestandsentwicklung, Sanierung, kreislauffähigem Bauen und Quartiersentwicklung gelegt. Neubauten sind nicht von einer Einreichung ausgeschlossen, müssen jedoch die Ausschreibungsziele besonders umfassend belegen. Gebäude mit fossilen Wärmesystemen und damit Energieträgern wie Erdgas bzw. festen und flüssigen fossilen Brennstoffen sind im Sinne der Dekarbonisierung und Energiewende von einer Auszeichnung ausgeschlossen. Alle Gebäudetypen und Nutzungsarten sind zulässig. Bewerben können sich Bauherr*innen, verantwortliche Architekt*innen sowie die energietechnischen Planungsbüros des jeweils eingereichten Bauwerks.
Einreichungen sind ab sofort bis 5. Juni 2026 12:00 Uhr möglich!
Aufführungen ab 07. Mai, Am Schöpfwerk Vorwort von Johannes Zeininger
Gemeindebau Am Schöpfwerk. Foto: Thomas Ledl
"Am Schöpfwerk" entstand als geplanter Stadtteil am damaligen Stadtrand von Wien. Ein großzügiges Wohnungsangebot, Nahversorgung und urbane Dichte mit ausformulierten öffentlichen Räumen wurde aus der Architekt*innenschaft im Umkreis der ÖGFA ab den 1950ern gefordert und schlussendlich von der Stadt Wien 1976–1980 ermöglicht. Nur einen Steinwurf entfernt: das Gegenmodell der "Wohntürme Alt-Erlaa", 1976–85 errichtet. Eine genossenschaftliche Wohnbauanlage mit eigenem Schwimmbad am Dach und allem im Haus, einschließlich 3.600 Parkplätzen.
Für die Fachwelt verwirrend war der rapide Leumundsverlust des von führender Wiener Architekt*innenschaft engagiert entwickelten Quartiers Am Schöpfwerk. Ein Hauptgrund wurde in der mangelnden Verkehrsanbindung erkannt, die überwiegend wirtschaftlich schwächer gestellt Wohnungswerber*innen ohne Auto einziehen lies. Einzelne Kriminalfälle befeuerte die Boulevardpresse lustvoll mit Berichten zu Ghetto, Verslumung und Bandenkriminalität. Der Film Muttertag von Harald Sicheritz persiflierte und verstärkte diesen griffigen sozialen Blick durch die Linse.
Die U-Bahn als Lebensader in die Stadt kam erst 1995 mit der U-Bahn-Linie 6. Und damit setzte ein stadtpolitisches Renewal des Gemeindebaus ein. Die Anlage wurde saniert, die Rahmenbedingungen erlaubten in der dynamischen Entwicklung um die Jahrtausendwende den Zuzug agiler Neuwiener*innen. Mit Ansagen wie „Ghettos schauen anders aus. Ressentiments und schablonenhafte Schnellurteile sind überflüssig!“ wurde mit kulturellen Initiativen und sozialen Arbeitsgruppen das "Partizipationsmodell Schöpfwerk" erarbeitet. Und im Kaleidoskop der Stadt zeigt sich heute ein lebendiger Stadtpartikel, der es an Urbanität mit jüngeren Wohnbausiedlungen Wiens jederzeit aufnimmt. ________________________________
Theater am Werk zeigt ab 7. Mai die neue Produktion "schöpfwerk represent – place to be" von Volker Schmidt – direkt vor Ort Am Schöpfwerk. Das Stück beschäftigt sich intensiv mit kommunaler Wohnbaupolitik: In einem einjährigen Arbeits- und Annäherungsprozess wurde gemeinsam mit den Bewohner*innen des Wohnkomplexes „Am Schöpfwerk“ ein Stück entwickelt, das sich aus ihrer Lebenswirklichkeit speist und dabei auch die symbolische wie politische Aufladung dieses Orts mitreflektiert. Das Projekt agiert an der Schnittstelle von Urbanität und Theater, thematisiert Zusammenleben im Gemeindebau und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Premiere: Donnerstag, 07.05.2026, 18:30 Uhr Weitere Vorstellungen: 10., 14., 15., 18., 19., 20. und 21. Mai, Beginn jeweils 18:30 Uhr Spielort: Am Schöpfwerk Treffpunkt für das Publikum:Am Schöpfwerk 29/14/R1, 1120 Wien Eintritt frei, Anmeldung unter reservierung@theater-am-werk.at
ZKMB: Eindrücke aus den ersten Jahren im Architekturberuf Releasefeier und Talk, 12.05.2026, 17 Uhr, Viktoria
Kick-off-Feier Let's Make Room For Change! Bild: zkmb
Die Initiative ZKMB.at (Zwischen Kostenschätzung, Muttermilch und Bauwende) präsentiert die Ergebnisse einer gemeinsam mit dem Soziologiebüro agentur scan durchgeführten Umfrage zur Arbeitssituation von Architekturabsolvent*innen in Österreich.
Die Befragung von rund 500 jungen Architekturarbeiter*innen zeigt deutliche strukturelle Probleme: niedrige Gehälter, hohe Arbeitsbelastung und mangelnde Aufstiegsperspektiven führen dazu, dass etwa ein Viertel den Beruf verlässt, trotz hoher Identifikation mit dem Tätigkeitsfeld. Besonders auffällig ist, dass Frauen entlang der Karriereleiter deutlich häufiger verloren gehen, unter anderem aufgrund von Diskriminierung, unflexiblen Arbeitsstrukturen und eingeschränktem Zugang zu Führungspositionen.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer öffentlichen Präsentation mit anschließender Podiumsdiskussion mit u. a. den Biennale-Kuratorinnen Adna und Ajna Babahmetović, Architektin und Wissenschafterin Sabina Riss und weiteren Personen unter Moderation von Kira Schinko diskutiert. Der Abend ist gleichzeitig der Auftakt zu einer österreichweiten Informationskampagne.
Ziel ist es, konkrete Reformansätze für Ausbildung, Berufspraxis und institutionelle Rahmenbedingungen anzustoßen. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Architektinnen und Büroinhaber*innen, Berufseinsteiger*innen und Studierende, Vertreter*innen der Kammer der Ziviltechniker:innen sowie an Auftraggeber*innen und Bauträger – insbesondere der öffentlichen Hand, die maßgeblich die Rahmenbedingungen der Branche prägen.
Datum: Dienstag, 12.05.2026 ab 17 Uhr Ort: Viktoria, Viktoriagasse 5, 1150 Wien
➔ Hinweis
Symposium Transformation des Bestandes
Das BMWKMS lädt zum Symposium über die baukulturelle Zukunft des Wohnens, 01. und 02. Juni 2026, St. Johann in Tirol
Die Südtiroler Siedlung in Bregenz. Foto: Lisa Dünser
Die Abteilung Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und UNESCO-Welterbe im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport lädt am 1. und 2. Juni herzlich zum Symposium „Transformation des Bestandes. Die baukulturelle Zukunft des Wohnens“ in den Kaisersaal nach St. Johann in Tirol ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Strategien zum Umgang mit den bis Mitte des 20. Jahrhunderts errichteten Arbeitersiedlungen in Österreich. Dabei werden sowohl historische, bauliche und gestalterische Gesichtspunkte als auch soziale, prozessuale, rechtliche und finanzielle Aspekte beleuchtet.
Das Symposium bringt Akteur*innen aus Projektentwicklung, Planung, Forschung, Politik und Verwaltung sowie die interessierte Öffentlichkeit zusammen. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Gebäudebestand zu stärken und praxisorientierte Werkzeuge für eine nachhaltige Transformation zu diskutieren bzw. bereitzustellen.
Neben hochkarätigen Vorträgen und Diskussionsrunden umfasst das Programm auch thematisch ausgerichtete Führungen. Die zweitägige Veranstaltung findet im Rahmen der Baukultur-Kooperation zwischen dem Bund und dem Land Tirol statt. Den feierlichen Auftakt bildet die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung durch Vizekanzler Andreas Babler und Landeshauptmann Anton Mattle am 1. Juni 2026.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch erforderlich.
Einblick in den Architektur-Blog genau! von Isabella Marboe
Der Blog www.genau.im von Isabella Marboe ist Kooperationspartner der IG Architektur. Exklusiv für die Mitglieder der IG Architektur bietet genau! jetzt ein vergünstigtes Abonnement.
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Autorin Isabella Marboe und IG Architektur wünschen viel Freude mit allen Inhalten von genau!
Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.
Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander