Newsletter Januar 2023

Monatlicher Newsletter der IG Architektur - Jänner 2023

Monatlicher Newsletter der IG Architektur

Jänner 2023
Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein. Wir präsentieren ab nun das neue Format, die Transparenzkolumne der IG Architektur, bei der sich regelmäßig Autor:innen kritisch zu unterschiedlichen Themen äußern.

➔ Einladung an alle Mitglieder und jene, die es werden möchten 

Generalversammlung der IG Architektur

18.01.2023 ab 18:30 (realer Beginn 19:00)
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Die Generalversammlung ist eines der wichtigsten Organe der IG Architektur. Es werden die Tätigkeiten des vergangenen Jahres präsentiert und die zukünftigen Pläne vorgestellt. Foto: Kundgebung der IG Architektur im Rahmen des 20-Jahr-Festes im Mai 2022. © Danny Nedkova

Die IG Architektur lädt alle Mitglieder und jene, die es werden möchten, zur ordentlichen Generalversammlung ein. Wir werden euch unsere Tätigkeiten aus dem Vorjahr präsentieren und die zukünftigen Pläne vorstellen. Lasst uns gemeinsam anstoßen und das 21. Jahr der IG Architektur gemeinsam begrüßen!

Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Zeit: Mittwoch, 18.01.2023, ab 18:30 (realer Beginn 19:00)

Sollten um 18:30 nicht die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein, erlangt die Generalversammlung nach einer Wartefrist von 30 Minuten ihre Beschlussfähigkeit. (Kleiner Hinweis: Das heißt, dass der reale Beginn um 19:00 ist.)

Um Anmeldung wird gebeten: 

hier anmelden

➔ Einladung

Open Bar der IG Architektur

18.01.2023 ab 20:30
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Die IG Architektur lädt am 18.01. zur monatlichen Open Bar ein und freut sich, das neue Jahr mit Freund:innen, Bekannten und neuen Gesichtern willkommen zu heißen.

Am 18. Jänner laden das Team und der Vorstand alle Mitglieder und Interessierten zu einem Netzwerktreffen – der sogenannten Open Bar – ein. Wir möchten euch treffen, uns austauschen, euch kennenlernen und einen netten Abend verbringen. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Zeit: Mittwoch, 18.01.2023, ab 20:30

Unterstützt von Trumer Privatbrauerei   

  

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➔ Einladung der IG Architektur

Vortrag und Buchpräsentation: Hans Scharoun Gestalt finden

31.01.2023, 19:00
IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien

Die neue Monografie zum Wirken des berühmten Architekten Hans Scharoun ist soeben bei Park Books erschienen.

Der Architekt und Autor Ralf Bock hat sich in seinem neuen Werk auf die Spur von Hans Scharouns Entwurfsprinzipien gemacht und klopft jedes Gebäude auf dessen Intentionen und den Umgang mit Formen, Materialien und Raum ab. Jahrelang hat er für seine Essays zu Scharouns Denken und Schaffen Grundlagenforschung betrieben und legt nun eine Synthese seiner inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesem außergewöhnlichen Architekten vor. Er spricht in seinem Vortrag über das vernetzte, humanistische Denken, das Scharouns Architektur so einzigartig aktuell und bis heute bei den Nutzer:innen so beliebt macht.

Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Zeit: Dienstag, 31.01.2023, ab 19:00
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➔ Transparenzkolumne

Intransparente Vergabepraxis

Die Verfahren der Stadt Wien widersprechen gültigen Qualitätsstandards

Die Stadt Wien bekennt sich zu Baukultur und Transparenz. Ihre aktuelle Vergabepraxis, die Verfahren zur Vergabe von Planungsleistungen lassen jedoch den Verdacht aufkommen, es könnte sich um Lippenbekenntnisse handeln.

Wandel der Gesellschaft, Klimawandel: Wir sind mehr denn je gezwungen, die Qualitäten unserer gebauten Umwelt neu und unter geänderten Vorzeichen zu denken. Das erfordert Kreativität und Vorstellungskraft  und Architekturwettbewerbe zur Entwicklung durchdachter, nachhaltiger Planungskonzepte. Deren Anzahl ist jedoch rückläufig, deren Qualität hinterfragbar.

An sich bekennt sich die Stadt Wien zu Baukultur und Transparenz. Ihre aktuelle Vergabepraxis, die Verfahren zur Vergabe von Planungsleistungen der jüngeren Zeit lassen jedoch den Verdacht aufkommen, es könnte sich um Lippenbekenntnisse handeln. Das Projekt der Feuerwache Süßenbrunn und vergleichbare Verfahren des Jahres 2022 verstoßen in mehrfacher Hinsicht explizit gegen anerkannte Qualitätsprämissen öffentlicher Institutionen. Denn hier handelt es sich um nicht anonyme Verhandlungsverfahren zu Gestaltungsaufgaben, die in den Jahren davor noch als Wettbewerbe ausgelobt worden wären. Sie zeigen auf, dass es durchaus im Rahmen des Bundesvergabegesetzes gelingt, öffentliche Aufträge vollkommen intransparent und ausschließlich durch nicht näher genannte Personen aus den Dienststellen der Stadt Wien zu vergeben. Unabhängig von der demokratiepolitischen Problematik mangelnder Transparenz, zu der Transparency International Stellung beziehen sollte, müssen wir uns bewusst machen, dass Verfahren dieser Art keineswegs durchgearbeitete Lösungen der betreffenden Gestaltungsaufgabe, deren unabhängige, fachkundige Analyse und Beurteilung zum Ziel haben. Hier werden hingegen bürokratische und ökonomische Parameter hinter verschlossenen Türen auf Basis von Skizzen und Honorarangeboten verhandelt. Die Bewerbungen müssen keine nennenswerten Nachweise zu städtebaulichen und architektonischen Qualitäten enthalten; diese Qualitäten werden, wenn überhaupt, dann nur nachgereiht beurteilt. Die Niederschwelligkeit des Zugangs, wie im Wettbewerbsstandard Architektur (WSA) 2010 empfohlen, wird zu einer des Niveaus umgedeutet. Bei Kriterien, die keine qualitative Differenzierung zulassen, und Verzicht auf unabhängige Expertise in Vorprüfung und Beurteilungskommission kann Qualität und Nachhaltigkeit der Gestaltungskonzepte sowie gesellschaftliche Verantwortung der entscheidenden Instanzen kein Thema dieser Verfahren sein.

In vergleichbaren Fahrwassern bewegen sich auch die selten gewordenen, offenen Wettbewerbe der Stadt Wien. Wenn etwa im Wettbewerb zum Campus Rebhanngasse von elf Mitgliedern des Preisgerichts sieben von der Stadt gestellt werden, die auch exklusiv für die Vorprüfung der Projekte verantwortlich zeichnet, dann sind die sogenannten unabhängigen Fachleute bestenfalls schmückendes Beiwerk. Wie kann Wien zu den Leitideen des eigenen baukulturellen Selbstverständnisses zurückfinden?

➔ Kommentar IG Architektur 

Das Westbahn-Areal im erhitzten Wiener Klima

Von Johannes Zeininger

Am 9. Oktober 2022 fand im Rahmen von Urbanize die Aktion „Luft holen“ von der Initiative WESTBAHNPARK.JETZT statt. Frische Luft wurde im Lainzer Tiergarten geerntet und im Wiener Zentrum entlang der Wien wieder ausgesetzt. Die IG-Architektur unterstützt die Aktivitäten zum Westbahnpark. Foto: Johannes Zeininger

Wien macht es medial offiziell und führt die 3K-Regel ein. Architektur und Städtebau ohne Klimaschutz, Klimaanpassung und Kreislaufwirtschaft waren gestern. Der Stadtentwicklungsplan 2035 (STEP 35) soll den Weg weisen, für 2040 ist die Klimaneutralität Wiens durch die Fortschrittskoalition paktiert.

Bereits Anfang Oktober 2022 startete ein großes Luftholen durch beherzte Aktivist:innen des Westbahnparks. Frische Luft als primäres Lebenselixier wurde im Lainzer Tiergarten geerntet und dem Wiener Zentrum entlang der Wien zugetragen. Eine punktuelle Frischluftkur erhielt vor allem der Gürtel am Westbahnhof. Klimaschutz, Klimaanpassung und Kreislaufwirtschaft wurden im Realcheck vorgelebt. Frischluft für die Stadt war überzeugend.

Bereits 2019 wurde in einem Memorandum darauf hingewiesen, dass die Wiener Bahninfrastruktur des 19. Jahrhunderts Raumschätze für die aktuelle Stadtentwicklung birgt. Ein bedeutender Abschnitt dieser Infrastruktur, das Westbahn-Areal, liegt seit Errichtung des Hauptbahnhofs zu großen Teilen brach. Hier braucht es den Westbahnpark. Für Klimaschutz, Klimaanpassung und die Etablierung von Kreislaufwirtschaft braucht das Westbahn-Areal einen transparenten und umfassenden Planungsprozess. 2023 werden zwischen der Wiener Rathauskoalition und der ÖBB für die Entwicklung dieses für die dichte Stadt so wichtigen Freiraums die Weichen gestellt. Klimaschutz, Klimaanpassung und Kreislaufwirtschaft in dieser Stadt werden daran zu messen sein. Die IG Architektur unterstützt die Initiative Westbahnpark.

Follow: www.westbahnpark.jetzt 
Instagram: www.instagram.com/westbahnpark

➔ Initiative der IG Architektur

Students in Residence

Kein Platz zum Arbeiten?

Kostenlose Zeichensaalplätze für Architekturstudierende in der IG Architektur. Foto: Bernhard Wolf

Die Architekturausbildung in Wien leidet seit Jahrzehnten an einem Mangel an Arbeitsplätzen für Architekturstudierende – den so genannten Zeichensälen. Die IG Architektur will auf den Mangel an Arbeitsräumen für Architekturstudierende in Wien nicht nur hinweisen, sondern auch konkrete – wenn auch bescheidene – Abhilfe schaffen: Ab 2023 vergibt die IG Architektur wieder einen Teil ihrer Büroräumlichkeiten kostenlos an Architekturstudierende!
Infos zur Bewerbung

➔ Einladung

Jour fixe der IG Architektur

kommende Termine

Beim monatlichen Jour fixe treffen sich Architekturschaffende in der IG Architektur, um ihre aktuellen Projekte zu besprechen. Das Ziel ist gegenseitiges Feedback und Unterstützung im komplexen Berufsfeld. Alle Interessierten mit laufenden Projekten sind herzlich eingeladen teilzunehmen. 

Herzliche Einladung zum monatlichen Jour fixe der IG Architektur. Es ist deine Möglichkeit, offen und intensiv über deine laufenden Architekturprojekte zu diskutieren.

Einmal pro Monat treffen sich Architekturschaffende im freundschaftlichen Rahmen in den Räumlichkeiten der IG Architektur. Es geht um Spannungsfelder in laufenden Projekten, um technische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte, aber auch um Erlebnisse und Strategien im Behördendschungel oder mit ausführenden Firmen. Das Ziel ist gegenseitiges Feedback und Unterstützung im komplexen Berufsfeld. Teilnehmer:innen bringen laufende Projekte (jeder möglichen Größe) und ihre Fragen, Erfahrungen und Zweifel mit. Wer neugierig ist, kommt einfach vorbei.

Die kommenden Termine sind: 
  • Dienstag 24.01.2023, 19:30: die Teilnehmer:innen dieses Termins besuchen den Vortrag „Lehmbau volle Kraft voraus!" an der TU Wien. Ort: Hauptgebäude TU-Wien, Hörsaal 17
  • Dienstag 21.02.2023, 19:00
  • Donnerstag, 30.03.2023, 19:00
  • Donnerstag, 20.04.2023, 19:00
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

Wir freuen uns auf einen fachlichen Austausch und bitten um Anmeldung:
hier anmelden

➔ IG Architektur Netzwerk

Mitglied werden bei der IG Architektur

Aufruf

Solidarität, Transparenz und Nachhaltigkeit sind die drei Säulen der IG Architektur. Bringt euch ein und werdet Teil des österreichweiten Netzwerkes.

Ein starkes berufliches Netzwerk und eine solidarische Vertretung werden immer wichtiger, dafür engagiert sich die IG Architektur und ihre Mitglieder seit über 20 Jahren. Neue Mitglieder stärken unsere Initiative, eure Mitarbeit unsere Arbeit!

Unsere Themen: faire berufliche Rahmenbedingungen aller Architekturschaffenden, die Verbesserung der Wettbewerbs- und Vergabekultur, die Verankerung von Baukultur im Alltag, Fachdialog, Wissenstransfer und die Sensibilisierung der Gesellschaft für Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadt- und Raumplanung.
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Gumpendorfer Straße 63 B
1060 Wien

+43 (0)1 408 93 60
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