Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.
➔ Veranstaltung der IG Architektur
ig_am wort: Bauen für die Demokratie. Schullandschaft – Vom Klassenzimmer zur Schulwohnung
16.11.2023, 19:30 Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
In der neuen Reihe „ig_am wort: Bauen für die Demokratie. Schullandschaft – Vom Klassenzimmer zur Schulwohnung“ werden Expert:innen und am Planungsprozess beteiligte Personen eingeladen, um über Gestaltungsprozesse von gebauten Lebensräume zu sprechen. An diesem Abend widmen wir uns dem Schulbau. Mit Hemma Fasch, Christoph Wiederkehr, Edit Bajsz, Michael Zinner und Ralf Bock
Die Diskussionsreihe knüpft an den im letzten Jahr begonnen Dialog „Reden wir über Baukultur“ an und führt diesen mit interdisziplinären Gesprächen fort. Eingeladen sind Expert:innen und am Planungsprozess beteiligte Personen, um über Gestaltungsprozesse unserer gebauten Lebensräume zu sprechen. Was können Architekturschaffende beitragen, damit sich alle Bewohner:innen als Teil dieser Gestaltungsprozesse verstehen? Die Stadt ist in ihrem sozialen Gefüge in ständiger Veränderung. Wir fragen uns, wie wir im Städtebau vom statischen Prinzip zum dynamischen Denken kommen.
Bauen schafft langlebige Strukturen für Menschen, entscheidet über ihre emotionale Bindung und Vernetzung zu ihrem Umfeld, aber auch über die Möglichkeiten, sich dort einzurichten. Ein Gebäude und ein Quartier rechnet sich volkswirtschaftlich, je länger es aktiv benutzt wird. Dazu gibt es viele Beispiele, auch in Wien. Learning from the past.
Sprecher:innen: Impulsfeferat: Hemma Fasch, Architektin, fasch&fuchs.architekten, Wien Christoph Wiederkehr - Vizebürgermeister der Stadt Wien und amtsführender Stadtrat für Bildung, Jugend, Integration und Transparenz Edit Bajsz - Architektin mit Schwerpunkt Schulbauten in Finnland Michael Zinner - Architekt, schulRAUMkultur, Linz
Im Rahmen einer Exkursion wird nun das Produktionswerk von Reinholz besichtigt, um mehr über die Produktion des Holzstecksystems zu erfahren. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich anzuschließen. Die Deadline für die Anmeldung ist der 7. November 2023.
Programmüberblick für die Exkursion am 17. November 2023 12:00 Treffpunkt Reinholz GmbH, Vorstadt 89, 8832 Oberwölz Stadt Begrüßung und kurze Präsentation im Schauraum 13:00 Werksführung 14:00 Mittagessen 15:00 Besuch Referenzhaus 16:00 Ende
Dass die Bauwirtschaft für 40% der CO2-Emissionen verantwortlich ist, macht sie zum Klimasünder, gibt ihr aber auch die Verantwortung und die Mittel, genau diese Fehler zu korrigieren. Wie lässt sich diese Kehrtwende realisieren, und dies angesichts der Dringlichkeit auch möglichst schnell? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen braucht das Bauen, und welche Baukultur ist dafür notwendig? Welche Best Practice Beispiele gibt es schon? Wie kann gleichzeitig auf raumordnerischer Ebene und im kleinen Maßstab gehandelt werden? Brauchen wir einen Abriss-Stopp, eine Denkpause, oder gilt es, aktiv zu werden – nur eben anders als bisher? Wie müssen Institutionen, wie muss die Ausbildung umgebaut werden, um den Wandel von der Verschwendung, Ausbeutung und Zerstörung im Namen ewigen Wachstums hin zu einer schonenden Kultur und Bewusstsein des Umbauens und Reparierens, einer Reparaturgesellschaft (siehe ARCHplus Heft 250: The Great Repair) und einer architecture of care, vorzubereiten und ihm ein theoretisches Fundament zu geben?
Ein interdisziplinäres Symposium an diesem historischen Wendepunkt der menschlichen Zivilisation soll diese Fragen und Antworten bündeln. Konzipiert in Kooperation von IG Architektur und ÖGFA, soll eine Standortbestimmung und ein Ausblick in mögliche Handlungsfelder gegeben werden, die sich an alle Architekturschaffenden im weitesten Sinne wendet.
In drei thematischen Schwerpunkten wird der Bogen vom Maßstab der Raumordnung bis zum Detail gespannt. Baukulturelle, technische und juristische Aspekte des klimagerechten Bauens werden in den Dialog gesetzt, um Hindernisse und Handlungsmöglichkeiten zu ermitteln und darzustellen. Die Vortragenden für jeden Themenschwerpunkt werden bewusst aus den Feldern Theorie, Diskurs und Praxis zusammengestellt, um eine möglichst breite, gesellschaftsrelevante Debatte jenseits einzelner Fachgebiete zu ermöglichen.
Programm: Keynote: Werner Sobek (Werner Sobek Ingenieure)
Themenblock 1: Raum und Boden Vortragende: Karoline Mayer und Katharina Ritter (Kuratorinnen, Architekturzentrum Wien Az W), Sibylla Zech (TU Wien), u.a.
Themenblock 2: Bau und Gesetz Vortragende: Peter Bauer (werkraum Ingenieure, Kammer der ZiviltechnikerInnen Wien/NÖ/Burgenland), Johanna Leissner (Fraunhofer Institut), Charlotte Malterre-Barthes (Harvard University, EPFL Lausanne)
Themenblock 3: Baukultur und Bildung Vortragende: Lorenzo de Chiffre und Eva Mair (TU Wien), Elisabeth Leitner (LandLuft), Heidi Pretterhofer und Michael Rieper (Kunstuniversität Linz)
Moderation: Eva Schmolmüller / IG Architektur,Ulrich Huhs und Maik Novotny / ÖGFA
Ort: WEST. Alte WU, Augasse 2-6, 1090 Wien Zeit: 24.11.2023, 10:00–19:00
IG Architektur unterwegs: Vorstandssitzung und Open Bar in Kärnten
22.11.2023 16:00 Vorstandssitzung 19:00–20:00 Podiumdiskussion: Von der Vernetzung zur Kollaboration Ab 20:00 bis Open End: Open Bar Ort: Architektur Haus Kärnten
IG Architektur unterwegs: Diesmal zu Besuch in Klagenfurt. Netzwerktreffen mit Vertreter:innen der Architektur- und Baukulturszene Kärnten, offen für alle Interessierten
Die IG Architektur besucht die Bundesländer, im November sind wir zu Gast im Architektur Haus Kärnten. Wir schauen mit lokalen Akteur:innen auf gemeinsame Themen, Herausforderungen und Strategien. Das kann ein Startpunkt für Inspiration und Aktion über lokale Grenzen hinweg sein.
Ab 16:00 findet die offene Vorstandssitzung statt. Es werden aktuelle architekturpolitische Themen besprochen und – in verschiedenen Arbeitsgruppen – bearbeitet. Die Vorstandssitzungen sind offen für alle interessierten Mitglieder, die entweder nur zuhören oder sich selbst mit Fragen und Themen einbringen möchten. Die Veranstaltungen werden moderiert und protokolliert.
Um 19 Uhr findet gemeinsam mit lokalen Akteur:innen – Land Kärnten, Architektur Haus Kärnten, FH Kärnten, ZT Kammer für Steiermark und Kärnten, ZV Kärnten, Scheiberlammer Architekten – die Fishbowl Diskussion "Von der Vernetzung zur Kollaboration" statt. Entlang verschiedener Statements werden die gemeinsamen Schnittflächen und das Potential für zukünftige Zusammenarbeit ausgelotet.
Ab 20:00 eröffnet die Open Bar. Wir möchten euch treffen, uns austauschen, euch kennenlernen und einen netten Abend verbringen. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!
Ort: Architektur Haus Kärnten, St. Veiter Ring 10, 9020 Klagenfurt Zeit: Mittwoch, 22. November 11:00–15:30 Exkursion Best Practice Architektur aus Kärnten (nur mit Anmeldung unter schlemmer@ig-architektur.at) 16:00 Vorstandssitzung IG Architektur 19:00 Podiumsdiskussion "Von der Vernetzung zur Kollaboration" Ab 20:00 bis Open End: Open Bar
10.11., 01.12., 08.12., 15.12. jeweils ab 15:00 Kyiv Biennale Wien, Scherzergasse 1A, 1020 Wien
Die Kyiv Biennale findet dieses Jahr an mehreren Standorten statt – unter anderem in Wien. Sie bringt dringende Themen nach ganz Europa. Beim Reallabor zwischen Wien und Kharkiw wird eine besondere Brücke entlang der "Produktiven Stadt" zwischen Planer:innen aus Österreich und der Ukraine geschlagen.
Das Konzept Reallabor zwischen Wien und Kharkiw
Wien und Kharkiw, zwei Städte, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, werden anlässlich der Kyiv Biennale in einem gesamteuropäischen Setting zum Thema Produktive Stadt zusammenarbeiten. Während in Wien der Aufbruch weg von sektoralen, hermetischen Produktionsstrukturen hin zur gesamtheitlich agierenden „produktiven Stadt“ geprobt wird, ist die Situation in Kharkiw eine andere: Die Menschen in der Ukraine halten trotz Kriegsbedingungen das Leben in der Stadt aktiv und produktiv. Wir probieren in einer Versuchsanordnung aus, gemeinsam Stadt neu zu imaginieren – als Stadt, in der Nutzungsdurchmischung stattfindet, Wohnen und Arbeiten wieder zusammenrückt, Nachbarschaft und Teilhaben mit produktiven Kräften gebündelt und in eine Stadt der kurzen Wege umgesetzt werden.
Im Rahmen der Kyiv Biennale, die ab Oktober 2023 u.a. in Wien stattfinden wird, wird ein Reallabor gegründet, in dem Planer:innen aus der Ukraine mit Kolleg:innen aus Österreich und anderen europäischen Städten in einem hybriden Raum als gemeinsame Arbeitsstätte zusammenarbeiten. Umkreist werden dabei folgende Themen: Was heißt Produzieren in einer postindustriellen Gesellschaft, auf der Suche nach einer ausgeglichenen Lebensweise in der Dichte der komplexen Stadt? Was können Erfahrungen kollektiver Bedrohungen und des organisierten solidarischen Widerstands in den Städten der Ukraine beitragen, unsere Städte in Zukunft hier und dort so zu verändern, dass gutes Leben wieder möglich wird?
Mit freundlicher Unterstützung der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen I Arch+Ing und Kammer der Ziviltechniker:innen I Architekt:innen und Ingenieur:innen für Wien, Niederösterreich und Burgenland
Termine: 10.11., 15:00: Public space 01.12., 15:00: Productive city 08.12., 15:00: Rebuilding, restructuring and re-use 15.12., 15:00: Summary and outlook
Ort: Kyiv Biennale Wien, Scherzergasse 1A, 1020 Wien
Wann wird Wohnen wieder billiger? Wie wir leistbares Wohnen sichern!
In den vergangenen drei Jahren kam es unter dem Einfluss der Pandemie und der Energiekrise in der Baubranche zu nicht planbaren Entwicklungen, die zu Verunsicherung geführt haben. Die Reaktion darauf war ein schneidiger Anstieg des Baupreisindexes auf bis zu 35,3% in diesem Zeitraum. Das wiederum hatte zur Folge, dass zahlreiche Wohnbauprojekte in der Planung gestoppt wurden. Das ist brisant, da bei steigender Nachfrage nach Wohnraum der Engpass vorprogrammiert ist.
Die ZT Kammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland hat am 5. Oktober 2023 zu einer Pressekonferenz geladen, bei der der Ausschuss Wohnbau und Leistbarkeit nach einer umfassenden Grundlagenanalyse der aktuellen Situation im Wohnbau Kernforderungen präsentiert hat, die Rahmenbedingungen schaffen können, um eine Entspannung am Wohnungsmarkt herbeizuführen und Leistbarkeit zu sichern. Diese Kernforderungen betreffen einerseits die faire Gestaltung der Baupreise durch Vergrößerung des Anbietermarkts und Transparenz bei der Preisbildung, andererseits die Nutzung und Ertüchtigung des Gebäudebestands, indem der Leerstand als Ressource verstanden wird. Dafür müssen die normativen Anforderungen vereinfacht und die finanziellen Förderungen angehoben werden. Eine dritte Forderung betrifft die Forcierung des Kommunalen Wohnbaus durch eine werterhaltende Bodenpolitik und die Anpassung der Wohnbauförderung am Realpreis.
Für die Umsetzung der Forderungen, die auch als Aufforderung zum Handeln zu verstehen sind, braucht es unabhängige planerische Kompetenz in Zusammenarbeit mit allen maßgeblichen Akteur:innen. Im Jänner des neuen Jahres starten daher Round-Table-Gespräche mit Vertreter:innen von Bund, Ländern, Wirtschaft, Arbeiter- und Architektenkammer, Gewerkschaftsbund, Kommunen und Interessensverbände, wo die drei Forderungsthemen zur Diskussion gestellt werden.
GAT, das steirische Internetportal für Architektur und Lebensraum, lädt am 16. und 17. November mit einem zweitägigen Netzwerktreffen im Palais Attems in Graz ein zur Diskussion über seine aktuelle Entwicklung zu GAT+, der österreichweiten Online-Plattform für Baukultur. Zahlreiche Themen sollen besprochen und erarbeitet werden: die neue Blattlinie von GAT+, Rechtsfragen, Zielgruppen, Strategien der Vermittlung von Baukultur, zeitgemäße Content-Formate und die Rolle von Architekturkritik. Aktive Initiativen, Interessierte und Player auf diesem Gebiet sind eingeladen, über Form, Inhalte, Rahmenbedingungen und Ausrichtung von GAT+ zu diskutieren. Und weil es GAT seit zwanzig Jahren gibt, steigt am Ende des Netzwerktreffens ab 20 Uhr eine Party mit der Grrrls DJ Crew im Café Wolf.
An den Vormittagen bietet das Netzwerktreffen zahlreiche Keynote Speeches, unter anderem von Riklef Rambow (Professor der Architekturkommunikation am KIT Karlsruhe), Milica Tomic (Künstlerin und Professorin für Zeitgenössische Kunst an der TU Graz), Jerome Becker und Matthias Moroder (MAGAZIN – Ausstellungsraum für zeitgenössische Architektur, Wien), raum*f kollektiv (Arbeitsgruppe für Intersektionalität, Parität und Diversität in Städtebau und Architektur, TU Graz), Ursula Baus (Herausgeberin von Marlowes, Onlinemagazin für Architektur und Stadt, Stuttgart), Nikolaus Hirsch (Editor bei e-flux Architecture, New York) und Chiara Desbordes (leitende Redakteurin bei Architektur Aktuell, Wien).
An den Nachmittagen werden die Inhalte der Vorträge mit Workshops vertieft, geleitet von Architekturstiftung Österreich, ÖGFA, ZV Österreich, IG Architektur, Plattform Baukulturpolitik, Riklef Rambow, Rainer Beck u. a. zu den Themen „Baukulturpolitik vermitteln“, „Laien begeistern“, „Kritik?“, „Dialogkultur!“, „Neue Online-Formate“ und „Rechtsgrundlage und Urheberrechte der Onlineberichterstattung“.
Weitere Infos und Einzelheiten zur Veranstaltung können dem Programm entnommen werden, das unten als Download zur Verfügung steht.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmer:innenzahl bitten wir um zeitnahe Anmeldungen. Das Projekt- und Redaktionsteam von GAT und GAT+ freut sich auf Sie!
Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.
Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander