Die IG Architektur ist eine seit zwanzig Jahren aktive österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik und bringt sich regelmäßig in aktuelle Themenstellungen ein.
➔ Einladung
Open Bar der IG Architektur
15.02.2023 ab 19:30 IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Die IG Architektur lädt am 15.02.2023 zur monatlichen Open Bar ein.
Am 15. Februar laden das Team und der Vorstand der IG Architektur alle Mitglieder und Interessierten zum Netzwerktreffen – der sogenannten Open Bar – ein. Wir möchten euch treffen, uns austauschen, euch kennenlernen und einen netten Abend verbringen. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien Zeit: Mittwoch, 15.02.2023 ab 19:30
Vortragsreihe Städtebau zum Anfassen. Teil III: Der Städtebau als Diskurs. Flächenkreislauf schließen
23.02.2023, 18:30 IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Bild: Do Architects, “Betono Fabrikas” - Concrete Factory conversion in Vilkpedė
Die dreiteilige Veranstaltungsreihe "Städtebau zum Anfassen" beschäftigt sich mit der internationalen praxisorientierten Planungskultur im Bereich Orts- und Stadtentwicklung sowie Städtebau.
An diesem dritten Abend der Veranstaltungsreihe werden wir folgenden Fragen nachgehen: Wie definiert sich die Zusammenarbeit in der Planungspraxis, zwischen Entscheidungsträger:innen, Akteur:innen und Nutzer:innen? Wo finden wir gute Vermittlungsmodelle zu den unterschiedlichen Methoden und Prozessen? Diskurse gehören stetig neu verhandelt, aktualisiert und reformiert.
Außerdem werden wir uns diesmal – neben einer Position aus der Architektur und Planung, Andrė Baldišiūtė (DO ARCHITECTS) aus Litauen – dem Thema Brachflächenkreislauf widmen. Dieser wurde bereits mit einigen Highlights im „Brachflächen-Gipfel“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) besprochen, wir widmen uns dem Thema in der IG Architektur aus der Perspektive der Planung heraus.
Der Städtebau ist grundsätzlich als Fachbereich interdisziplinär und in der Praxis interinstitutionell. Damit ist er wie von selbst ein partizipativer Prozess, der eine stetige Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen erfordert. Als ziviles Aufgabenfeld steht dabei als Planungsziel immer das öffentliche Allgemeinwohl im Vordergrund. Somit ist ein Austausch zwischen Planer:innen und offiziellen Entscheidungsträger:innen ein absolutes Muss.
Teilnehmer:innen
Andrė Baldišiūtė (DO ARCHITECTS) – Litauen
Gundula Prokop, Umweltbundesamt, Brachflächen Dialog – Österreich
Konzept: Susan Kraupp (skstadtplanung&architektur) Moderation: Wolfgang Gerlich (PlanSinn)
Gefördert von der Stadt Wien Kultur
➔ Aufruf der IG Architektur
Petition: Wo ist der Klimaplan der Regierung?
Die Petition „Wo ist der Klimaplan der Regierung?" nimmt Stellung zum Zynismus, mit dem in jüngster Zeit auf die Anliegen von Klimaaktivist:innen reagiert wird, und enthält konkrete Forderungen zur Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen Zielsetzung der Klimaneutralität Österreichs bis 2040. Bild: Milan Feyferlik
Die IG Architektur unterstützt die Petition „Wo ist der Klimaplan der Regierung?“ österreichischer Architekturschaffender zur Solidarisierung mit den aktuellen Klimainitiativen und -protesten in Österreichund ruft zur Unterzeichnung auf!
Das Klima geht uns alle an! Als Architekt:innen, die vom Staat befugt und vereidigt sind, öffentliche Interessen wahrzunehmen, und als Expert:innen, die in den Bereichen der Raumplanung, Stadtplanung, Landschaftsplanung und Architektur tätig sind, unterstützen und solidarisieren wir uns mit den aktuellen Klimainitiativen und -protesten und fordern die Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen Zielsetzung der Klimaneutralität Österreichs bis 2040.
Die Petition fordert:
die Novellierung des Klimaschutzgesetzes mit Festlegung der Treibhausgaseinsparungen und Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität Österreichs bis 2040.
die Umsetzung der geforderten Maßnahmen des Klimavolksbegehrens 2020.
die Umsetzung der Empfehlungen des Klimarates 2022.
ein bundesweites Raumordnungsgesetz zur Eindämmung der Zersiedelung und Bodenversiegelung in Österreich.
die Verlagerung der Raumordnungs- und Baugesetzkompetenz von Landes- auf Bundesebene.
die Verlagerung der Flächenwidmungskompetenz von Gemeinde- auf Landesebene.
Die Petition wurde von nachfolgenden 62 österreichischen Architekt:innen erstunterzeichnet und bislang von über 360 weiteren Personen auf https://mein.aufstehn.at/p/Klimaplan unterstützt:
Uli Bogensberger | Stefan Brandtner | Martin Brischnik | Jakob Dunkl | Gerd Erhartt | Hemma Fasch | Wolfgang Feyferlik | Josef Fink | Anne-Catherine Fleith | Petra Friedl | Susanne Fritzer | MariaLuise Fuxjaeger | Daniel Fügenschuh | Volker Giencke | Andreas Gratl | Gabu Heindl | Mathias Hein | Dieter Henke | Gernot Hofrichter-Ritter | Georg Huber | Klaus Kada | Peter Kaschnig | Petra Kickenweitz | Herwig Kleinhapl | Gerhard Kopeinig | Wolfgang Köck | Elisabeth Lechner | Peter Leeb | Gerhard Mitterberger | Michael Obrist | Mario Paintner | Georg Pendl | Georg Poduschka | Anna Popelka | Fridl Prasenc | Iris Rampula | Peter Reitmayr | Michael Salvi | Peter Sapp | Ulrike Schartner | Richard Scheich | Andres Schenker | Burkhard Schelischansky | Birgit Schiretz | Christian Schmölz | Marta Schreieck | Bernhard Sommer | Michael Stoiser | Lina Streeruwitz | Uli Tischler | Gregor Tritthart | Jury Troy | Katharina Urbanek | Bernd Vlay | Fabian Wallmüller | Harald Wasmeyer | Thomas Weber | Reinhold Wetschko | Rainer Wührer | Angelika Zeininger | Johannes Zeininger | Peter Zoderer
Eine Initiative von Arch. DI Wolfgang Feyferlik (Graz), Arch. DI Petra Kickenweitz (Graz) und Arch. DI Fabian Wallmüller (Wien).
Internationaler Parkplatznachfolge-Wettbewerb in Wiens Zentrum ist da!
Von Johannes Zeininger
Die Umgestaltung des Cheonggyecheon Flusses in Seoul. Eine tiefgreifende urbanistische Restrukturierung brachte dort ein neues Stadtverständnis, indem eine Hochautobahn zu einem Erholungs- und Kommunikationsraum umgebaut wurde. Bild: Internet
Es gibt ihn nun, den von der Stadt Wien ausgeschriebenen „Wettbewerb Neugestaltung Bereich Zwischen den Wienzeilen – Naschmarktparkplatz“. Abgabefrist des EU-weit offenen, einstufigen Realisierungswettbewerbs im Oberschwellenbereich ist der 14.04.2023.
Die „Arbeitsgruppe Flohmarkt am Naschmarkt“ der IG Architektur hat mit Standler:innen durch monatelange Aufklärungsarbeit vor Ort und mit der erfolgreichen Petition „STOP dem leisen Verschwinden der Wiener Institution Flohmarkt am Naschmarkt“ auf die Stadtentwicklung positiv eingewirkt. Nicht eine als PR-Strategie medial aus dem Hut gezauberte Hallenkonstruktion als Paukenschlag im stadträumlich sensiblen Naschmarktareal, sondern der Erhalt und die Stärkung des wöchentlichen Treibens unter freiem Himmel ist von der Ausloberin in den Ausschreibungstext aufgenommen worden. Die Standler:innen sind fürs Erste zufrieden. Die Aussicht auf eine wieder funktionierende, wöchentliche Attraktion bunten Treibens in dichter Stadt ist – beflügelt durch aktuelle Re-Use-Strategien – damit wieder am Weg.
Die Bürger:inneninitiative „Freier Naschmarkt“ betreibt seit 2021 darüber hinaus zivile Interessensvertretung aus einer Gesamtsicht zur Zukunft des Naschmarktareals. Eine aktuelle Stellungnahme von Maik Novotny spiegelt den Stand der Diskussionen wieder: www.freiernaschmarkt.wien
Learning from Seoul In Südkoreas Hauptstadt Seoul wurde bereits vor zwei Jahrzehnten eine Stadttransformation beispielhaft in einer Dimension praktiziert, an der sich Wien im globalen Wettbewerb von Großstädten mittelfristig messen wird müssen. Eine tiefgreifende urbanistische Restrukturierung brachte dort ein neues Stadtverständnis: eine in den 1970er-Jahren gebaute Hochautobahn, die über dem Cheonggyecheon-Fluss errichtet wurde, wurde 2003 abgebaut, die Autobahn rückgebaut und der Flusslauf zum erlebbaren Erholungs- und Kommunikationsraum umgebaut.
Fehlende Gesamtsicht Daran gemessen ist der aktuell ausgeschriebene Wettbewerb in Wien jedoch wegen seiner stadträumlich kleinteilig fokussierten Aufgabenstellung zu kritisieren. Für eine Großstadt, die an der Schwelle zur Metropolregion steht, fehlt hier die städtebauliche Gesamtsicht und der notwendige Maßstab. Das urbanistische Konstrukt der Wienzeilen, im Wettbewerbstitel angesprochen, gibt heutiger Stadtpolitik im Kontext des Infrastruktur- und Stadtraumkonzepts um 1900 von Otto Wagner den Maßstab vor. Dieser ist aufzugreifen!
Die Wienzeilen intendierten einen Prachtboulevard in der Spurrinne der Wien, damals mit Linksverkehr, was die Stadthäuser Otto Wagners beim Zugang zum Zentrum an der Linken Zeile richtig positionierte. Gedacht als räumlicher und funktioneller Baustein einer auf vier Millionen Einwohner:innen anwachsenden Donaumonarchie-Metropole wurde Stadtraum definiert.
Dem aktuellen Wettbewerb fehlt diese Perspektive – stattdessen wird international eine Dienstleistung für ein erweitertes Parkplatzgelände abgefragt. Die dringliche Stadtentwicklung des Wienflussareals vom Gürtel bis zum Karlsplatz, an das drei Bezirke grenzen, bleibt selbst für eine schrittweise Restrukturierung als Denkraum ausgeklammert. Wir meinen: ein gravierendes Versäumnis.
Im Bereich des künftigen U-Bahnkreuzes Pilgramgasse wird zurzeit einer der neuen Hotspots des U-Bahnnetzes errichtet. Ein hochfrequenter öffentlicher Verkehrshub entsteht, ohne thematisierte Vernetzung mit dem Stadtkörper. Es ist unumgänglich, die Stadt entlang des Flusslaufs der Wien und der begleitenden historischen Infrastruktur mit den Anforderungen eines nutzungsgerechten öffentlichen Stadtraums neu zu denken. Sich verzettelnde Einzelmaßnahmen, geschuldet der Tagespolitik, sind am Weg zur Klimaneutralität zu wenig. Das zeigen immer mehr Beispiele zum notwendigen Umbau unserer Städte. Es braucht Rahmenpläne, die transparent und nachvollziehbar entwickelt werden, die den Überbau am Weg zur lebenswerten, dichten Stadt programmatisch abbilden.
➔ Einladung
Jour fixe der IG Architektur
21.02.2023, 19:00 IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Beim monatlichen Jour fixe treffen sich Architekturschaffende in der IG Architektur, um ihre aktuellen Projekte zu besprechen. Das Ziel ist gegenseitiges Feedback und Unterstützung im komplexen Berufsfeld. Alle Interessierten mit laufenden Projekten sind herzlich eingeladen teilzunehmen.
Herzliche Einladung zum monatlichen Jour fixe der IG Architektur. Es ist deine Möglichkeit, offen und intensiv über deine laufenden Architekturprojekte zu diskutieren.
Einmal pro Monat treffen sich Architekturschaffende im freundschaftlichen Rahmen in den Räumlichkeiten der IG Architektur. Es geht um Spannungsfelder in laufenden Projekten, um technische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte, aber auch um Erlebnisse und Strategien im Behördendschungel oder mit ausführenden Firmen. Das Ziel ist gegenseitiges Feedback und Unterstützung im komplexen Berufsfeld. Teilnehmer:innen bringen laufende Projekte (jeder möglichen Größe) und ihre Fragen, Erfahrungen und Zweifel mit. Wer neugierig ist, kommt einfach vorbei.
Die weiteren Termine sind:
Dienstag 21.02.2023, 19:00
Donnerstag, 30.03.2023, 19:00
Donnerstag, 20.04.2023, 19:00
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien
Wir freuen uns auf einen fachlichen Austausch und bitten um Anmeldung:
Solidarität, Transparenz und Nachhaltigkeit sind die drei Säulen der IG Architektur. Bringt euch ein und werdet Teil des österreichweiten Netzwerkes.
Ein starkes berufliches Netzwerk und eine solidarische Vertretung werden immer wichtiger. Dafür engagiert sich die IG Architektur und ihre Mitglieder seit über 20 Jahren. Neue Mitglieder stärken unsere Initiative, eure Mitarbeit unsere Arbeit!
Unsere Themen: faire berufliche Rahmenbedingungen für alle Architekturschaffenden, die Verbesserung der Wettbewerbs- und Vergabekultur, die Verankerung von Baukultur im Alltag, Fachdialog, Wissenstransfer und die Sensibilisierung der Gesellschaft für Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadt- und Raumplanung.
Die IG Architektur ist eine österreichweite Interessensgemeinschaft von Architekturschaffenden. Sie ist Impulsplattform für die Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik.
Die Mailingliste bzw. das Forum ist ein beliebtes Medium der IG Architektur. Über 4.000 Architekturschaffende und Architekturinteressierte kommunizieren hier regelmäßig miteinander