Event Details
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Am 19. September 2024 lud eine breite Allianz mehrerer Wiener Institutionen* in die Räumlichkeiten der IG Architektur zur Dialogveranstaltung “Leerstand nutzen! Möglichkeiten zur Aktivierung von Leerstand in Wien”. Expert*innen aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Kultur, Forschung, Interessensvertretung, Verwaltung und Aktivismus diskutierten wirtschaftliche, rechtliche und politische Rahmenbedingungen, um die Nutzung von Gebäudeleerstand in Wien (d.h. von überwiegend nicht oder zweckentfremdet genutzten Gebäuden) zu befördern.
Bei der Dialogveranstaltung handelte es sich um eine nicht öffentliche, moderierte Diskussion, bei der im Anschluss gemeinsam konsensuale Forderungen verfasst und unter Wahrung der Anonymität der Teilnehmenden veröffentlicht wurden. Die folgenden Forderungen dienen als Grundlage für weitere Diskussionen über die Nutzung von Gebäudeleerstand in Wien.
* Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch eine Kooperation der Allianz für Substanz, Architekturzentrum Wien, Fakultät für Architektur und Raumplanung der Technischen
Universität Wien, IG Architektur, IG Kultur Wien, Kammer der Ziviltechniker*innen für Wien, Niederösterreich und Burgenland, ÖGFA (Österreichische Gesellschaft für Architektur)
Symposium: Architekturen und Räume der Migration
Freitag 16.9., 09:30-18:30
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Str. 63B, 1060 Wien
Samstag 17.9., 14:00-18:30
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, IKL-Institutsgebäude, Karl-Schweighofer-Gasse 3, Raum 2.11, 1070 Wien
Die Ebene der „Architekt/innen als kulturelle Agenten und Broker“ (Pinther 2016) schließlich nimmt die Design-Akteur*innen selbst in den Blick. Hier soll die Migration von Architekt/innen im Exils, und die Lokalisierung eines ‚Looking Both Ways’ in ihrem Schaffen thematisiert werden.
Auch „Wohn- und Einrichtungspraxen von Migrant/innen“ ergeben ein spezifisches Forschungsfeld: Wohnen, als vermeintlicher Ort des Privaten, richtet jedoch Zuschreibungen von Ethnie, Körper und Nation ein: Wie formiert sich ein Wohnwissen (Nierhaus 2014), das sich aus Anforderungen und Begehrensstrukturen sowohl der Herkunfts- als auch der Ankunftskontexte speist? Welche Rolle spielen dabei Bedingungen wie Temporalität des Wohnens und prekäre finanzielle Situationen? Zu untersuchen sind hier neben der funktionalen Raumaufteilung, die Repräsentationsfunktion der Raumarrangements und mögliche Umordnungen hinsichtlich Geschlechter- und Generationenaufteilung, aber auch Aspekte wie Möbel(um)nutzungen, technische Ausstattung, Lichtquellen- und führung. Wie werden diese Anordnungen und Wohnpraktiken in diversen Medien hinsichtlich der visuellen Repräsentation von Migration (z.B. Wohnzeitschriften, Filmen, Blogs, Instagram) dargestellt? Inwiefern findet dadurch ein Wissenstransfer zwischen den Communities statt? Und führen diese Prozesse sowohl in den Ankunfts- als auch in den Herkunftskontexten zu neuen, verändernden Wohnpraktiken und Designs? Lässt sich unter Einbezug historischer Analysen von wiederkehrenden Parametern im Wohnwissen sprechen?
FREITAG, 16.09.2022
Ort: IG-Architektur, Gumpendorfer Str. 63B, 1060 Wien
9.30 Begrüßung und Einführung
9.45–10.45 Lager und Squats. Infrastrukturen der Ankunft zwischen Kontrolle und Autonomie
Niki Kubaczek und Monika Mokre, Wien
10.45–11.10 Kaffeepause
11.10–11.50 Vienna Arrival City
Fabian Wallmüller, Wien – IG Architektur
11.50-12.30 Praktiken der Solidarität
Michaela Geboltsberger, Wien – IG Architektur
12.30–14.00 Mittagspause
14.00–15.00 RE:Ukraine system. Architektonische Antworten auf die Herausforderungen des Krieges (in Englisch)
Slava Balbek, Kyiv via zoom: Hier teilnehmen / Meeting-ID: 922 4685 2954 Kenncode: 255=0[&]
15.00–16.00 Konvivialität als Potentialität: Dekoloniale Epistemologien und Trans*Flows (in Englisch)
Marina Grzinic, Tjaša Kancler, Jovita Pristovšek and Sophie Uitz, Wien/Barcelona
16.30–18.30 Favoritenstrasse und Gleis 21 – aktuelle solidarische Wohnprojekte, diverses Wohnen. Stadtspaziergang
Irene Nierhaus, Wien
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, IKL-Institutsgebäude, Karl-Schweighofer-Gasse 3, Raum 2.11, 1070 Wien, U2 Museumsquartier
14.00–14.45 Migration Sammeln
Vida Bakondy, Wien
14.45–15.30 Architekturen und Räume der Migration im Kontext türkischer Satirezeitschriften
Esin Akkaya, Wien
16.00–18.30 Stadtplanung, Migration und Raumproduktion. Intersektionales Wohnen im 16. Bezirk, Ottakring. Stadtspaziergang
Amila Širbegović und Danilo Jovanović, Wien
In unserer online Gesprächsreihe
Nachher wird nicht(s) wie vorher sein – Architektur und Corona
stellen wir uns am 5. Juni dem Thema
“Leben in der dichten Stadt – Architektur der Verknappung oder leistbares Wohnen für alle: Klein(st)wohnungen”
- Klein- und Mikrowohnungen: Sind die SMART?
- Welche Mindestanforderungen an das Wohnen gibt es? Wie muss Lebensraum beschaffen sein? Wieviel Raum (privat und gemeinschaftlich) muss verfügbar sein?
- Sollten sich diese Mindestanforderungen nach den Corona- Erfahrungen ändern? Lässt sich aus der Momentaufnahme „Corona-Krise“ etwas für das zukünftige Planen von Lebensraum ableiten? Ist ein größeres Umdenken nötig?
- Sollten die (bisherigen) Schemata der Stadtentwicklung auf den Prüfstand der Flexibilität?
- Ist High Quality Living auf begrenztem Raum (überhaupt) möglich und kann Leistbarkeit nur durch Flächenminimierung gewährleistet werden?
- Billig ja – aber für wen? Welche Rolle spielen Investoreninteressen?
Öffentlich miteinander sprechen:
- Andreas Rumpfhuber, Architekt [&] Wissenschaftler, Expanded Design, Wien
- Verena Mörkl, Architektin, SUPERBLOCK, Wien
- Klaus Duda, Architekt, DTA Duda, Testor. Architektur, Wien [&] Niederösterreich
- Martin Franzmair, Geschäftsführer Technik, IIG – Innsbrucker Immobiliengesellschaft
- Moderation: Markus Taxer, Architekt, Dozent, ALLCOLOURS
Über Microsoft Teams kann sich gern zugeschaltet werden.
Die Gesprächsrunde wird aufgezeichnet und im Anschluss als Video/Audio-Datei veröffentlicht.
