Die Architekturausbildung in Wien leidet seit Jahrzehnten an einem Mangel an Arbeitsplätzen für Architekturstudierende – den so genannten Zeichensälen. In diesen studentischen Arbeitsräumen, die an zahlreichen Universitäten in ganz Europa Architekturstudierenden kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wird das geprobt, was auch im Berufsleben wesentlich ist: intensives Zusammenarbeiten an Modellen, Zeichnungen und Skizzen, die Weitergabe von Wissen, und ein qualifizierter fachlicher Diskurs. Gerade der Diskurs und Austausch unter Studierenden ist eine wichtige Voraussetzung zur Entwicklung einer kritischen Haltung und einer qualitätsorientierten, progressiven Architekturpraxis – die Basis jeglicher Baukultur. Netzwerke, die in den zum Teil durch die Studierenden selbstverwalteten Zeichensälen entstehen, bilden ein wesentliches Fundament spätere beruflicher Zusammenarbeit.
Die Universitäten können zum Teil ihren ihren Studierenden aufgrund akuten Platzmangels ein nur sehr eingeschränktes und bei weitem nicht ausreichendes Angebot an studentischen Arbeitsplätzen bieten.
Die IG Architektur will auf den Mangel an Arbeitsräumen für Architekturstudierende in Wien nicht nur hinweisen, sondern auch konkrete – wenn auch bescheidene – Abhilfe schaffen: Ab sofort vergibt die IG Architektur einen Teil ihrer Büroräumlichkeiten kostenlos an Architekturstudierende!
Das Büro befindet sich in der Gumpendorfer Straße 63B (Höhe Haus des Meeres). In dem Raum können 2-4 Personen arbeiten, Arbeitstische und –Stühle sowie Internet sind vorhanden. Drucker, Scanner können mitbenutzt werden, genauso wie die Teeküche.
Voraussetzung:
Student:in der Architektur
- Du hast keinen geeigneten Arbeitsplatz
- eine Bewerbung als Gruppe ist möglich
Schickt eure Bewerbung an das IG Architektur Büro: redaktion@ig-architektur.at, inkl:
- Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer)
- Zeitraum (wöchentlich, monatlich)
- kurze Beschreibung, warum du (und deine Kolleg:innen) den Büroplatz brauchst, bzw. welches (Studien-)Projekt ihr in dem Raum umsetzen möchtet
Foto: Bernhard Wolf
Panel “Architektur und Ethik” am Dienstag, 10.Juni 2014, 19:00 Uhr
in der IG Architektur – Gumpendorferstr. 63 B, 1060 Wien
TeilnehmerInnen:
- Prof. Dr. Zeynep Onur
- Dipl. Ing. Dr. Tech. Betül Bretschneider
- M. Arch Ziya Tanalı
- Mag. Arch. Andreas Vass
(in englischer Sprache gehalten)
“Sinan Award” preisgekrönter Architekt Ziya Tanalı und seine Retrospektive in Wien
Architekt Ziya Tanali, Preisträger des “Sinan Award” der Türkischen Architektenkammer, wird zwischen 10. Juni und 4. Juli 2014 mit seiner Retrospektive im Vereinslokal „odaada“ im 7. Wiener Gemeindebezirk zu Gast sein. Ziya Tanali ist eine wichtige Figur der Türkischen Architekturszene mit Beiträgen aus Architektur, Architekturkritik und Lehre, sowie als Autor und Manager. Das Hauptthema der gezeigten Retrospektive und der Panel-Veranstaltungen, an denen er teilnehmen wird, ist die Beziehung zwischen Kunst und Architektur.
Die Austellung “Die Architektur von Ziya Tanali 1965-2009 ” wird im „odaada“, Wien, gemeinsam mit Beiträgen der Cankaya Universität, ÖTZ (Die Österreichisch Türkische Zusammenarbeit) und in Kooperation mit der IG Architektur stattfinden. Diese einzigartige Ausstellung, die von Zeynep Onur kuratiert wurde, wurde zum ersten Mal öffentlich im Cankaya Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Ankara vorgestellt. Das Projekt war Teil des Programms “Die Sinan Award Gewinner”, einer Auszeichnung für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur. Anschließend war es auf dem Display in der Türkischen Republik Nord Zypern und in vielen Städten der Türkei. Überall, wo die Ausstellung, bestehend aus Bildern seines künstlerischen und architektonischen Schaffens sowie konzeptionellen Texten, gezeigt wurde, hinterließ sie eine tiefe Wirkung auf die Besucher.
Im Rahmen der Veranstaltungen werden auch ein Vortrag mit dem Thema “Die Beziehung zwischen Kunst und Architektur” sowie ein Panel mit dem Thema “Architektur und Ethik” stattfinden. An diesem Panel werden M.Arch. Ziya Tanalı, Dipl.Ing.Dr. Betül Bretschneider, Mag.Arch. Andreas Vass und Prof.Dr. Zeynep Onur als Redner teilnehmen.
Um die Inhalte der Veranstaltungen für alle zugänglich zu machen, werden die Bilder, Grundsatzreden, die Panel-Gespräche und die visuellen Materialien auf der Webseite der Veranstaltung präsentiert werden.
www.ziyatanaliexhibition.jimdo.com
Die IG Architektur arbeitet für die Architekturschaffenden in Österreich! Zentrale und solidarische Forderungen sind: die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Arbeit von Architekturschaffenden, eine gerechte und transparente Wettbewerbs- und Vergabekultur, die Neudefinition des Berufsbildes und ein fairer Berufszugang.
Aktuell beschäftigen sich verschiedene Arbeitsgruppen der IG Architektur mit den Themen IG Architektur Mentoring, Normen und OIBs, Faire Honorare! und Berufszugang.
Möchten Sie in einer der Gruppen mitarbeiten? Einfach ein Mail senden.
Mentoring wirkt, schnell und mit jeder Menge Nebenwirkungen bei Mentees – und bei MentorInnen. Unsere Erfahrung: Know-how – Transfer ist keine Einbahnstraße und macht Spaß. Unser Motto: Ausprobieren jederzeit möglich.
„Ist das noch Norm-al?“ Das fragt die IG Architektur seit über einem Jahr. Normen machen vermeintlich sicher – schaffen aber rechtliche und planerische Unsicherheiten. Unser Motto: die Grauzonen ausloten auf der Suche nach Licht am Ende des Tunnels.
Aller Anfang ist schwer. Besonders für Architekturschaffende. Architektur zu machen, ist auch eine unternehmerische Tätigkeit. Unser Motto. Wer nach allen Seiten offen ist, braucht Selbst-Wert-Bewusst-Sein.
Die hätten alle gern: ArchitektInnen und MitarbeiterInnen in Architekurbüros. „Denn Geld ist nicht wichtig, doch….“. Doch was ist eigentlich ein wirlich faires Honorar? Unser Motto: Reden wir einfach über Fair-teilen, Fair-dienen und Fair-gleichen.
